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Hertha BSCs Traum vom Finale im eigenen Olympiastadion ist auf dramatische Weise geplatzt. Im DFB-Pokal-Viertelfinale verlor die Mannschaft von Stefan Leitl nach 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg mit 4:5. Yuito Suzuki brachte die Gäste in der Verlängerung in Führung, Fabian Reese rettete Hertha mit einem Traumtor ins Elfmeterschießen. Entscheidend war die Parade von Florian Müller gegen Pascal Klemens – Freiburg steht damit erstmals seit drei Jahren wieder im Halbfinale.

Viertelfinale: Hertha verliert im Elfmeterschießen
Das Duell im Olympiastadion endete nach 120 Minuten 1:1 (0:0), bevor die Freiburger im K.-o.-Schießen mit 5:4 die Oberhand behielten. Hertha begann aktiv, setzte Freiburg früh unter Druck und dominierte in den Anfangsminuten das Spielgeschehen durch aggressives Pressing und hohe Ballgewinne. Erst nach rund 20 Minuten fand der SC besser in den Rhythmus und sorgte seinerseits für Entlastung, sodass sich Chancen hüben wie drüben ergaben.
Verlängerung, Fehler und Traumtor: Schlüsselmomente
In der Verlängerung erzielte Yuito Suzuki in der 96. Minute das 1:0, nachdem Hertha-Torwart Tjark Ernst zuvor noch in Eins-gegen-Eins-Situationen gefordert war. Nur acht Minuten später antwortete Fabian Reese spektakulär mit einem Distanzschuss nach Vorlage von Seguin zum 1:1 (104.). Zuvor hatte Michael Cuisance eine der größten Hertha-Großchancen, ließ Johan Manzambi stehen und schob das Leder hauchdünn am Aluminium vorbei – ein Moment, der das Momentum hätte kippen lassen können.
VAR, Unparteiischer und entscheidender Elfmeter
Der Unparteiische Patrick Ittrich annullierte früh einen Kopfballtreffer von Reese nach VAR-Hinweis wegen einer Abseitsstellung von Julian Eitschberger, ein frühes Beispiel dafür, wie das Videoassistent-System den Spielverlauf beeinflusste. Kurz vor Schluss vergab Vincenzo Grifo eine gute Gelegenheit, Marton Dardai klärte in höchster Not. Im Elfmeterschießen parierte Florian Müller den Strafstoß von Pascal Klemens und entschied damit zugunsten der Breisgauer; Freiburg verwandelte die anderen fünf Versuche sicher.
Konsequenzen und historische Bedeutung für Freiburg
Der Erfolg sichert dem SC Freiburg das erste Halbfinale seit drei Jahren und hält die Chance auf den ersten DFB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte offen – es ist erst das vierte Mal, dass die Breisgauer ins Halbfinale einziehen. Hertha dagegen muss weiter auf einen Finaleinzug warten; das letzte Erreichen eines Endspiels datiert auf 1993, damals lief die zweite Mannschaft überraschend im Finale auf. Kapitän Christian Günter sagte bei Sky: „Wir sind überglücklich“, und betonte, dass man Erinnerungen an dieses Stadion habe.