Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Am 19. Spieltag der Bundesliga musste der FC Bayern eine bittere Heimniederlage gegen den FC Augsburg hinnehmen. Nach einer frühen Führung durch Hiroki Ito verlor der Tabellenführer mit 1:2 und erlebte damit die erste Saisonniederlage in der Allianz Arena seit dem 8. März 2025. Die Diskussionen um Dominanz und fehlende Chancen werden nach dieser überraschenden Pleite lauter.

FC Bayern startet stark, Augsburg kontert clever
Die Partie begann für den FC Bayern gewohnt offensiv. Mit druckvollem Ballbesitz von über 75 Prozent suchten die Münchner bei frostigen Temperaturen vor 75.000 Zuschauern nach der entscheidenden Lücke in der Augsburger Defensive. Diese wurde schließlich in der 23. Minute gefunden, als Hiroki Ito nach einem Eckball von Michael Olise per Kopf ins Tor traf. Dieses Tor war der erste gefährliche Torschuss der Gastgeber und gleichzeitig das neunte Tor, das Bayern in dieser Saison nach einem Eckball erzielte – kein Team der Bundesliga war in dieser Hinsicht erfolgreicher.
Augsburgs Defensive hält stand
Die Gäste aus Augsburg setzten auf eine disziplinierte Defensivtaktik und zeigten beeindruckende Laufbereitschaft. Sie verhinderten, dass Bayern zu klaren Chancen kam, und selbst als Luis Díaz in der 27. Minute einen gefährlichen Schuss abfeuerte, hatte der Augsburger Keeper Finn Dahmen Glück, dass der Ball am Pfosten vorbeiging. Augsburgs Offensivaktionen blieben zunächst rar, doch kurz vor der Halbzeit sorgte ein Schuss von Robin Fellhauer, der das Lattenkreuz traf, für Aufsehen und eine Warnung an die Bayern.
Zweite Halbzeit: Augsburg dreht die Partie
Nach dem Seitenwechsel zeigte Augsburg ein anderes Gesicht. Das Team traute sich mehr zu und überraschte die Bayern mit einer gesteigerten Offensivkraft. In der 75. Minute gelang den Gästen der Ausgleich durch einen Kopfball von Chaves, der eine ungenügende Defensivleistung der Bayern bestrafte. Nur sechs Minuten später schob Han-Noah Massengo zur Gästeführung ein. Bayern musste nun erkennen, dass die Dominanz in der ersten Halbzeit nichts zählte, wenn der Gegner in der zweiten Hälfte die Energie und Entschlossenheit auf den Platz brachte.
FC Bayern lässt Chancen liegen
Während Bayern in der Schlussphase noch versuchte, das Spiel zu drehen, blieb der Ausgleich aus. Auch die Einwechslung von Jamal Musiala, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte, brachte keine Wende. Der junge Keeper Jonas Urbig musste einige Male retten, darunter bei einem gefährlichen Freistoß von Alexis Claude-Maurice. Trotz aller Bemühungen blieben die Münchner ohne zählbaren Erfolg. Insgesamt ließ Bayern 16 Torschüsse auf sein Tor zu – eine beunruhigende Zahl für die Mannschaft von Vincent Kompany.
„Wir müssen in jedem Spiel an unser Limit gehen, das haben wir heute nicht getan“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach der Partie. Die Bayern haben nun die Aufgabe, aus dieser Niederlage zu lernen, bevor sie am Mittwoch in der Champions League auf PSV Eindhoven treffen.