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Bayer Leverkusen führte im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League lange in der BayArena gegen den Favoriten FC Arsenal. Robert Andrich brachte die Werkself kurz nach der Pause mit einem Kopfball nach Ecke in Führung (46.). Ein umstrittener Strafstoß in der Schlussphase, den der Video-Assistent bestätigte, ermöglichte Kai Havertz das späte 1:1 (89.). Das Remis lässt das Rückspiel in London offen und sorgt für Diskussionen um die Entscheidung des Unparteiischen Umut Meler.

(Foto: Craig Thomas/News Images)
Spielverlauf: Bayer zeigt couragierte Leistung
Von Beginn an stand Leverkusen kompakt und setzte auf schnelle Umschaltmomente, während Arsenal versuchte, die Spielkontrolle zu übernehmen. Bayer hatte die erste Großchance durch Christian Kofane (7.), Arsenal traf mit Gabriel Martinelli die Latte (20.), und Ibrahim Maza vergab kurz vor der Pause eine weitere Möglichkeit (45.+1). Gleich nach der Pause nutzte Bayer eine Standardsituation: Robert Andrich köpfte nach einer Ecke am zweiten Pfosten zum 1:0 ein und brachte die Werkself in eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel.
Umstrittener Elfmeter: VAR bestätigt Strafstoß
Das spätere Momentum zugunsten Arsenals entschied ein Elfmeter in der Schlussphase. Malik Tillman wurde für ein Foul an Noni Madueke geahndet, Schiedsrichter Umut Meler zeigte auf den Punkt, und der Video-Assistent griff nicht zurück, sodass der Strafstoß Bestand hatte. Kai Havertz, der in der 74. Minute eingewechselt worden war, trat an und verwandelte zum 1:1 (89.), womit er Bayer kurz vor der Nachspielzeit die bessere Ausgangsposition für London verhinderte.
Reaktionen und Schlüsselspieler
Leverkusens Kapitän Robert Andrich zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Das ist schon sehr, sehr wenig“ und ergänzte, dass der Videobeweis „nicht reicht“ habe. Kai Havertz sagte: „Ich bin froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe, aber es tut mir natürlich leid für die Leverkusener. Aber so ist Fußball.“ Trainer Kasper Hjulmand hatte vor der Partie Arsenal als „vielleicht die beste Mannschaft Europas“ bezeichnet, betonte aber zugleich, dass seine Mannschaft sich nicht verstecken wolle.
Ausblick: Alles offen für das Rückspiel in London
Das 1:1 hält die Spannung für das Rückspiel in der kommenden Woche hoch: Am Dienstag in London (21.00 Uhr, Prime Video) hat Bayer noch alle Chancen auf das erste Champions-League-Viertelfinale seit 2002. Der Werksklub hatte zuletzt 2002 die Runde der letzten acht erreicht und damals das Endspiel gegen Real Madrid verloren. Nach der couragierten Vorstellung in der BayArena bleibt für Leverkusen Hoffnung, während Arsenal erstmals in dieser Champions-League-Saison nicht als Sieger das Feld verließ.