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Die Spitzen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des FC Bayern München haben sich klar gegen einen Boykott der Fußball-WM 2026 ausgesprochen. Ligapräsident Hans-Joachim Watzke betonte, dass der Zeitpunkt für eine solche Debatte „momentan nicht reif“ sei. Auch Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sieht die Stimmen für einen Boykott als „einzelne“ Meinung und hält die Teilnahme an der WM für unumgänglich.

Watzke: Boykott-Debatte nicht angebracht
Beim DFL-Neujahrsempfang in Frankfurt/Main stellte Hans-Joachim Watzke klar, dass die Diskussion über einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr nicht an der Tagesordnung stehe. Er bezeichnete die aktuelle Debatte als „völlig fehl am Platz“ und fordert stattdessen einen konstruktiven Dialog über die Herausforderungen, die mit der WM verbunden sind.
Dreesen: „Warum sollten wir nicht teilnehmen?“
Jan-Christian Dreesen äußerte sich ebenfalls zu den Äußerungen von Oke Göttlich, dem Präsidenten des FC St. Pauli, der einen Boykott ins Spiel gebracht hatte. Dreesen betonte, dass es noch nie einen boykottierten WM-Turnier gegeben habe und er sich nicht vorstellen könne, warum die deutsche Nationalmannschaft nicht an der WM 2026 teilnehmen sollte. „Wir sollten das Turnier als Chance nutzen, um unseren Fußball zu präsentieren“, erklärte Dreesen.
Göttlich fordert klare Antworten
Oke Göttlich hatte zuvor gefordert, dass die Verantwortlichen des DFB, darunter Präsident Bernd Neuendorf, sich klar zu einem möglichen Boykott äußern sollten. Er äußerte Bedenken hinsichtlich der politischen Situation in den USA und warnte vor den Auswirkungen auf das Leben von Menschen in verschiedenen Regionen, die von der aggressive Politik der US-Regierung betroffen sind. Göttlich sieht in der aktuellen Lage die Notwendigkeit, über die Teilnahme an der WM nachzudenken.
Politische Dimension der Diskussion
Die aggressive Politik von US-Präsident Donald Trump, inklusive Drohungen gegenüber Kanada und die Eskalation bei den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE, lässt viele besorgt auf die USA blicken. Göttlich kritisierte die aktuellen Entwicklungen und forderte, dass die Fußball-Community sich mit dieser Thematik auseinandersetzen sollte. „Die Politik wird betrieben durch Gianni Infantino und Donald Trump“, sagte er und forderte eine klare Haltung von den Entscheidungsträgern im Fußball.