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Die Debatte um den Zusammenhang zwischen Kopfbällen und Demenz-Erkrankungen hat in Großbritannien neuen Aufwind erhalten. Eine aktuelle Untersuchung bringt ans Licht, dass wiederholtes Kopfballspielen „wahrscheinlich“ zu schweren Hirnerkrankungen beigetragen hat. Besonders erschreckend ist die Verbindung zu dem Tod des ehemaligen schottischen Nationalspielers Gordon McQueen, dessen tragischer Fall auf die wachsende Problematik im Profisport hinweist.

Zusammenhang zwischen Kopfbällen und Demenz
Die Diskussion um die gesundheitlichen Risiken von Kopfbällen im Fußball ist nicht neu, hat jedoch durch die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse an Brisanz gewonnen. Der leitende Gerichtsmediziner John Heath stellte fest, dass die Kombination aus chronisch-traumatischer Enzephalopathie (CTE) und vaskulärer Demenz zum Tod von Gordon McQueen führte. Diese Erkrankungen zählen zu den schwerwiegendsten Folgen, die Profisportler im Laufe ihrer Karriere erleiden können.
McQueens tragischer Fall
Gordon McQueen, der 2023 im Alter von 70 Jahren verstarb, war ein prominentes Mitglied der schottischen Nationalmannschaft in den 1970er Jahren. Trotz seiner Teilnahme an den Weltmeisterschaften 1974 und 1978 kam er nicht zum Einsatz. Sein Gesundheitszustand war jedoch durch CTE und vaskuläre Demenz stark beeinträchtigt. „Papa liebte alles am Fußball, aber letztendlich hat ihn der Fußball am Ende dahingerafft“, erklärte seine Tochter Hayley. Dies verdeutlicht die emotionalen und physischen Folgen, die der Sport auf die Athleten und deren Familien hat.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und Warnungen
Professor Willie Stewart, ein renommierter neuropathologischer Berater am Queen Elizabeth University Hospital in Glasgow, untersuchte McQueens Gehirn nach dessen Tod und stellte fest, dass die Symptome von CTE typisch für professionelle Fußball- und Rugbyspieler sind. Die Symptome umfassen kognitiven Verfall und Verhaltensänderungen, die nicht durch andere Erkrankungen erklärbar sind. Diese Erkenntnisse stehen in Einklang mit früheren Untersuchungen, die bereits 2019 aufzeigten, dass Profifußballer einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an einer Demenzerkrankung zu sterben.
Der Fall Bobby Charlton und weitere Betroffene
Die Problematik wird durch den Fall von Bobby Charlton, dem englischen Weltmeister von 1966, weiter unterstrichen. Der Fußball-Legende wurde vor seinem Tod im Oktober 2023 ebenfalls Demenz diagnostiziert. Charltons Fall reiht sich ein in eine besorgniserregende Liste von ehemaligen Profis, die an ähnlichen Erkrankungen leiden, darunter auch sein Bruder Jack und der verstorbene Nobby Stiles. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf über die langfristigen Auswirkungen des Fußballs auf die Gesundheit der Spieler und die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen.