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Die Diskussion um einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA nimmt Fahrt auf. Donald Trump, der US-Präsident, hat die WM zur Chefsache erklärt und die europäische Politik sieht sich zunehmend mit der Frage konfrontiert, ob eine Teilnahme an einem Turnier in einem Land, das aggressive Außenpolitik betreibt, noch vertretbar ist. Stimmen aus dem DFB und der Politik befeuern den Streit und sorgen für Verunsicherung unter den Fans und Funktionären.

Trump und die WM: Ein heikles Verhältnis
Donald Trump hat die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA zu einem zentralen Thema seiner Präsidentschaft erhoben. Mit einer eigenen Task Force möchte er die Veranstaltung im Oval Office inszenieren, während gleichzeitig die Drohungen gegen Europa aus seiner Administration laut werden. Die Frage, ob europäische Nationen an einem solchen Event teilnehmen sollten, wird zunehmend lauter. Oke Göttlich, Mitglied des DFB-Präsidiums, bezeichnete diese Überlegung als „tatsächlich berechtigt“.
Politische Reaktionen auf die WM-Debatte
Die Reaktionen auf Trumps aggressive Außenpolitik sind vielfältig. Roderich Kiesewetter, außenpolitischer Sprecher der CDU, äußerte, dass es „kaum vorstellbar“ sei, dass europäische Länder an der Fußball-WM teilnehmen, sollte Trump seine Drohungen wahrmachen. Jürgen Hardt, ebenfalls von der CDU, brachte einen Teilnahmeverzicht als „Ultima Ratio“ ins Spiel, um den US-Präsidenten zur Vernunft zu bringen.
Umfrage zeigt Unterstützung für Boykott
Eine Umfrage der Insa im Auftrag der Bild zeigt, dass 47 Prozent der Deutschen einen Boykott der WM unterstützen, falls Trump tatsächlich Grönland annektieren sollte. Trotz dieser Stimmung hält die Bundesregierung eine klare Linie noch für nicht gefunden. Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein betonte, dass die Entscheidung über eine Teilnahme oder einen Boykott allein bei den zuständigen Sportverbänden liege.
Die Rolle der Fans und der Sportverbände
Die Diskussion um einen Boykott betrifft nicht nur die Spieler und Funktionäre, sondern auch die Fans, die ihre Unterstützung zurückziehen könnten. Grünen-Politiker Boris Mijatovic warnte, dass die Sicherheit der Zuschauer „unter der Trump-Administration nicht gewährleistet“ sei. Während sich die Meinungen über eine mögliche Teilnahme spalten, bleibt die Frage, wie der internationale Fußballverband FIFA auf diese politische Situation reagieren wird.