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Der FSV Mainz 05 musste sich bei der Rückkehr von Urs Fischer nach Berlin mit einem enttäuschenden 2:2-Unentschieden gegen Union Berlin zufriedengeben. Trotz einer doppelten Führung schenkten die Mainzer den Sieg leichtfertig her und bleiben im Abstiegskampf der Bundesliga weiter in der Krise. Trainer Fischer wirkte nach dem Spiel frustriert und die aufkeimende Hoffnung auf einen Befreiungsschlag wurde erneut gedämpft.

Fischer kehrt emotional nach Berlin zurück
Urs Fischer wurde vor dem Anpfiff an der Alten Försterei von den Union-Fans mit viel Applaus und einem „Fußballgott“-Schlachtruf begrüßt. Der Schweizer Coach, der die Eisernen einst aus der 2. Liga in die Champions League führte, sprach im Vorfeld über die Bedeutung seines Comebacks in Berlin: „Es ist logisch, dass einen das nach fünfeinhalb Jahren in Berlin berührt.“ Dennoch konnte er die Emotionen nach dem Spiel nur schwer verbergen.
Mainz bringt sich selbst in Bedrängnis
Der FSV Mainz 05 setzte sich zunächst gut in der Partie fest und ging durch die Tore von Nadiem Amiri und Benedict Hollerbach mit 2:0 in Führung. Doch die Mainzer, die im Abstiegskampf dringend Punkte benötigen, machten es den Berlinern leicht und kassierten zwei späte Tore. Hollerbach, der sein erstes Bundesliga-Tor für Mainz erzielte, zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Es tut so weh. Ein Sieg wäre wahnsinnig toll gewesen für den Spirit, für das Momentum.“
Union kämpft zurück und belohnt sich
Nach einem unkonzentrierten Moment in der Defensive gelang Union Berlin der Anschlusstreffer durch Wooyeong Jeong in der 77. Minute. In der Schlussphase der Partie glichen die Berliner durch Danilho Doekhi in der 86. Minute aus und sicherten sich einen Punkt. Das Ergebnis lässt die Mainzer im Abstiegskampf mit nur neun Punkten aus 16 Spielen weiter in einer prekären Lage zurück.
Der Spielverlauf im Detail
Die Partie begann mit druckvollem Spiel der Gastgeber. Union Berlin hatte zunächst die Oberhand und kam zu einer Großchance, die jedoch vergeben wurde. Im Laufe der ersten Halbzeit fand Mainz besser ins Spiel und nutzte seine Kontermöglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel blieb die Defensive des FSV stabil, während Union versuchte, die Mainzer Abwehr zu durchbrechen, jedoch kaum Lösungen fand. Die späten Gegentore stellten die Moral der Mainzer auf eine harte Probe.