WM 2026 Boykott: Göttlich wehrt sich gegen Kritik

Oke Göttlich, Vizepräsident des DFB und DFL, hat sich vehement gegen die Kritik an seiner Äußerung über einen möglichen Boykott der bevorstehenden Fußball-WM ausgesprochen. Er erklärte, dass er lediglich eine Diskussion anstoßen wollte, ohne dabei einen Boykott zu fordern. Diese Debatte, so Göttlich, sei für den Fußball wichtig und müsse geführt werden.

WM 2026 in den USA - New York
WM 2026 in den USA – New York

Kritik von DFB-Boss und Ligapräsident

Die Reaktionen auf Göttlichs Vorstoß ließen nicht lange auf sich warten. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Ligapräsident Hans-Joachim Watzke äußerten ihren Unmut über die öffentlichkeitswirksame Debatte, die durch den Präsidenten des FC St. Pauli ausgelöst wurde. Neuendorf stellte klar: „Das ist gar keine große Debatte. Wir sind sehr einmütig beim DFB, dass wir diese Debatte zum jetzigen Zeitpunkt für völlig verfehlt halten.“

Widerspruch und interne Diskussionen

Neuendorf kritisierte Göttlich scharf und bezeichnete dessen Äußerungen als vorpreschend. „Es ist eine Stellungnahme gewesen eines einzelnen Vertreters aus dem Präsidium“, erklärte der DFB-Boss während des DFL-Neujahrsempfangs. Er kündigte an, dass das Präsidium am Freitag über die Thematik beraten wolle, um eine einheitliche Position zu finden.

Gelassenheit bei Göttlich

Im Gegensatz zu den harschen Reaktionen zeigt sich Göttlich gelassen. „Mir rinnt der Angstschweiß die Wirbelsäule runter“, äußerte der 50-Jährige ironisch in Bezug auf die bevorstehenden Diskussionen. Er betont, dass es wichtig sei, sich solchen Themen zu stellen und nicht hinter Formalien zu verstecken.

Die WM vor der Tür

Die Diskussion über einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft, die vom 11. Juni bis 19. Juli stattfinden wird, gewinnt somit an Brisanz. Angesichts der aktuellen Situation und der Bedenken bezüglich der Co-Gastgeber USA, ist die Debatte umso relevanter. Göttlich sieht die Notwendigkeit, dass der Fußball auch solche Themen offen bespricht, unabhängig von den internen Meinungsverschiedenheiten im DFB.