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Es gab mal eine Zeit, in der die deutsche Nationalmannschaft gleichbedeutend war mit den bekanntesten Spielern aus der Bundesliga. Es waren die besten Spieler der erfolgreichsten Teams dabei – vor allem der Bayern – und der Bundestrainer hatte einen schlagkräftigen Kader beieinander, der sich mit den internationalen Gegnern messen konnte. Heutzutage ist das aber alles nicht mehr ganz so simpel: Mehr ausländische Spieler verdienen ihr Geld in der Bundesliga, Toptorjäger Kane ist Engländer z.b.. Dazu wird alles professioneller: Strategien und Spielaufbau sind komplexer geworden, weswegen sich auch die Kriterien bei der Auswahl etwas geändert haben.

Was ist die „Bundesliga-Form“?
Als Bundesliga-Form bezeichnet man die Fähigkeit eines Spielers, in der Bundesliga kompetitiv mitzuspielen. Es reicht also nicht, ein oder zwei gute Partien abzuliefern. Stattdessen müssen die Trainer das Vertrauen haben, dass der Spieler über die gesamte Saison hinweg eine starke Leistung erzielt. Erkennen kann man das oftmals gut an den Quoten, die für deutsche Bundesliga Wetten zur Anwendung kommen. Falls ein Spieler regelmäßig hohe Quoten erhält, dann kann man von einer soliden Leistung ausgehen. Und wenn ein Spieler in die Nationalmannschaft aufsteigen möchte, dann muss er zumindest die Bundesliga-Form erreichen, bevor er überhaupt in Frage kommt. Lennart Karl und Said El Mala sind die besten Beispiele für junge Spieler, die zwar gehypt werden, aber nicht unbedingt zur WM mitfahren werden.,
Die wichtigsten Kriterien
Körperliche Fitness ist natürlich eines der wichtigsten Entscheidungsmerkmale. Die Zeiten, wo ein Spieler verlässlich nur für die Hälfte des Spiels eingeplant werden konnte, sind vorbei. Dazu gehören außerdem nicht die starken Einzelleistungen, sondern die Fähigkeit, im Team zu spielen. Fußball ist heutzutage mehr denn je ein Teamsport und selbst die starken Einzeltalente müssen sich der Struktur der Mannschaft unterordnen. Disziplin und Belastbarkeit sind weitere wichtige Punkte. Die Rockstar-Allüren, die noch in den 80ern und 90ern Gang und Gäbe waren, sind heute weitestgehend aus dem Fußball verschwunden – Stichwort Bayern Hollywood. Tatsächlich bevorzugen viele Trainer die Spieler, die ein bisschen langweilig sind und sich wegen der Vorbildfunktion nichts zu schulden lassen kommen.
Wie wichtig sind die Teams an sich?
Natürlich sind erfolgreiche Teams immer eine gute Visitenkarte, wenn es um den Einzug in die Nationalmannschaft geht. Doch heute blicken die Trainer und Vereine auch viel eher mal über den Tellerrand hinaus. Das heißt also, dass es nicht immer nur die Spieler vom FC Bayern sind, die sich für die Nationalmannschaft empfehlen. Es können auch mal die Spieler von kleineren Teams sein, die aber am besten in das strategische Gefüge der Mannschaft hineinpassen. Gerade die Spieler aus den weniger bekannten Kadern sind außerdem oftmals eher bereit, sich dem Team unterzuordnen und auf das gemeinsame Ziel hinzuarbeiten.

Vertrautheit zählt
Wenn man ein Team hat, das nur aus Stars besteht, dann ist das zumindest auf dem Papier eine schöne Sache. In der Realität ist es aber besonders wichtig, dass die einzelnen Spieler gut zusammenspielen. Das ist der Grund, warum man über Jahre hinweg die gleichen Teams sieht und warum manche Spieler bei 3 oder sogar 4 Weltmeisterschaften mit dabei sind. Sie sind mit dem Prozess vertraut, sie können den Druck gut aushalten und sie sind mit den anderen Spielern gut vertraut. Das zählt im Zweifelsfall mehr als eine besonders starke Einzelleistung. Denn nur das Team macht eine solche Leistung überhaupt erst möglich.
Wann kann man sich auf den Anruf einstellen?
Wenn die Trainer sich ihre Spieler für die kommenden Spiele der Nationalmannschaft auswählen, dann achten sie auf grundsätzliche Dinge. So sollte ein Spieler eine Spezialität für eine bestimmte Position mitbringen. Die Rolle selbst ist dabei gar nicht so wichtig. Was entscheidet, ist die Exzellenz des Spielers auf der Position. Außerdem muss ein Spieler über eine Periode von mehreren Monaten hinweg eine durchgehend starke Leistung zeigen: Niklas Woltemade kam, sah und siegte. Er ging für 80 Mio EUR nach England und setzt sich dort durch. Wer hätte das vorher gedacht, als er noch bei Elversberg zweitklassig spielte. Worauf es ankommt, ist die Beständigkeit. Neben der Stärke geht es auch um die Schwächen. Und wenn ein Spieler keine besonderen Schwächen hat, kann er wertvoller sein, als ein Spieler mit einer großen Stärke und vielen Schwächen.
Prognose für die WM
Der Bundestrainer bereitet sich gerade auf die WM 2026 vor. In den letzten Jahren hat die Nationalmannschaft nicht unbedingt geglänzt, weswegen man auch dieses Jahr eher bescheiden mit den Erwartungen umgehen sollte. Die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 waren eine große Enttäuschung – das wollen alle Beteiligten 20226 vermieden. Das Halbfinale oder Finale sollte es schon sein, damit die deutsche Fußballseele besänftigt wird.