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Bei der TSG Hoffenheim droht der seit Monaten schwelende Machtkampf in der Chefetage vor dem Topspiel in München einen neuen Höhepunkt zu erreichen. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass Andreas Schicker nach dem Bayern-Spiel abberufen und womöglich zum Sportchef degradiert werden könnte. Christoph Henssler, der 29-jährige Interims-Klubchef des Muttervereins, soll für Montag eine Gesellschafterversammlung einberufen haben. Sportlich tritt die Mannschaft als Tabellendritter an—doch die Personaldebatte in der Geschäftsführung überlagert die Vorbereitung.

Machtkampf in der Geschäftsführung: Wer entscheidet?
Die Querelen drehen sich um personelle Neuaufstellungen in der Geschäftsführung des Klubs von Gesellschafter Dietmar Hopp. Nach dem Abgang von Markus Schütz (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Finanzchef Frank Briel Anfang November 2025 verließ zuletzt auch Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Tim Jost den Verein. Henssler will offenbar die Geschäftsführung nach seinen Vorstellungen neu ordnen und hat dafür eine Gesellschafterversammlung anberaumt.
Gleichzeitig berichten mehrere Medien, dass diese Versammlung eine Abberufung von Andreas Schicker als Geschäftsführer zum Thema haben könnte. Als möglicher formeller Vorwurf wird in Berichten ein angeblicher Formfehler bei internen Vorgängen genannt, der Schicker angelastet werden soll. Die Personaldebatte zeigt, wie stark Gesellschafter- und Führungsfragen den Klub derzeit beschäftigen.
Konkrete Gerüchte um Andreas Schicker
Andreas Schicker, seit Oktober 2024 als Sport-Geschäftsführer tätig und nach einem Wechselflirt mit dem VfL Wolfsburg im November überraschend in Sinsheim geblieben, gilt als zentrale Figur der aktuellen Diskussion. Medien spekulieren, dass Schicker am Montag nach dem Bayern-Spiel Geschichte bei der TSG sein könnte und stattdessen nur noch die Rolle des Sportchefs angeboten werde. Der 39-jährige Österreicher dürfte einer solchen Degradierung laut Berichten kaum zustimmen.
Hinsichtlich Personalfragen im Management kursieren unterschiedliche Szenarien: Von einer vollständigen Neubesetzung der Geschäftsführung bis hin zu internen Umbesetzungen, die Schicker betreffen. Entscheidend bleibt, welche Mehrheitsverhältnisse bei der Gesellschafterversammlung durchgesetzt werden.
Auswirkungen auf Team und Spieltag
Die Mannschaft reist als Tabellendritter am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) nach München – sportlich in bestechender Form mit fünf Siegen in Serie und der besten Saisonbilanz in der Klubgeschichte zu diesem Zeitpunkt. Dennoch lastet die Diskussion um die Klubspitze auf dem Klub. Ob das Theater abseits des Platzes die Mannschaft um ihren Kapitän Andrej Kramaric belastet, wird sich im Spiel gegen Bayern zeigen.
Kramaric betont die positive Stimmung im Team: „Wir freuen uns extrem auf dieses Spiel. Das wird ein super Test. Wenn wir die Leistung der vergangenen Wochen zeigen, können wir etwas holen.“ Trainer Christian Ilzer mahnt zur Konzentration: „Es gibt viele Schulterklopfer. Aber wir müssen den Fokus auf die wichtigen Dinge richten. Wir kommen nur weiter, wenn wir jedes einzelne Training bestmöglich nutzen.“ Vieles entscheidet sich nun in puncto Geschäftsführung – und damit auch über die strategische Ausrichtung der TSG.