Hertha BSC Berlin im DFB-Pokal-Viertelfinale: Zwischen Hoffnung und Demut

Hertha BSC steht vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg und ist nur noch zwei Schritte vom Finale im eigenen Olympiastadion entfernt. Vor dem Spiel am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bewegt sich die Stimmung zwischen kämpferischem Selbstvertrauen und vorsichtiger Zurückhaltung. Chefcoach Stefan Leitl hält die Berliner als „krassen Außenseiter“ dagegen, während Paul Seguin ohne falsche Bescheidenheit sagt: „Wir wollen ins Finale. Wir wollen DFB-Pokalsieger werden.“ Mit dem Rückenwind aus dem 3:0 in Elversberg und dem 6:1-Achtelfinalsturm gegen Kaiserslautern träumen die Hauptstädter vom Heimfinale vor rund 55.000 Zuschauern.

Der DFB Pokal (Foto Depositphotos.com)
Der DFB Pokal (Foto Depositphotos.com)

Hertha vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Freiburg

Am Dienstag geht es im Olympiastadion zunächst um den Einzug ins Halbfinale, der Hauptstadtklub hat dieses Ziel zuletzt vor zehn Jahren erreicht, damals war gegen Borussia Dortmund Endstation (0:3). Toni Leistner beschreibt den Gegner realistisch: „Freiburg, ein richtig gutes Team und ein Europa-League-Teilnehmer – da muss einiges für uns zusammenkommen, damit wir als Sieger vom Feld gehen können.“ Dennoch gibt die jüngste Form Anlass zur Hoffnung: Der klare Sieg gegen SV Elversberg und der furiose Achtelfinale-Auftritt gegen den 1. FC Kaiserslautern geben Selbstvertrauen in die Partie. Die Mannschaft will sich Schritt für Schritt dem Traum vom Finale im eigenen Stadion annähern.

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Personalsituation und Verletzungsfragen

Bei den Berlinern gelten vor dem Anpfiff noch einige Fragezeichen: Deyovaisio Zeefuik fällt nach einer Knieverletzung in Elversberg vorerst aus, bei Marton Dardai entscheidet sich erst am Spieltag, ob ein Einsatz möglich ist. Die personelle Lage zwingt den Übungsleiter zu taktischen Überlegungen und möglichen Umstellungen, zugleich reduziert sie den Kaderspielraum für die wichtige Wochen mit Spiel-auf-Spiel-Belastung. Dennoch betont der Klub, alle Kräfte mobilisieren zu wollen, um die Chance auf das Heimfinale zu nutzen.

Stimmung im Stadion und die Rolle der Fans

Leitl appelliert eindringlich an die Unterstützung der Anhänger: „Die Hütte muss brennen, wenn wir eine Chance haben wollen. Dann muss morgen ganz Berlin blau-weiß sein.“ Vor etwa 55.000 Zuschauern soll das Olympiastadion zur Festung werden, die Atmosphäre als zusätzlicher Antrieb dienen und das Selbstvertrauen der Mannschaft weiter stärken. Gleichzeitig mahnt die sportliche Realität, dass Hertha nahezu perfekte Leistungen braucht, um gegen einen starken Europa-League-Teilnehmer zu bestehen. Der Fokus der Hauptstadtelf liegt klar auf Spielverlauf, Einsatzbereitschaft und dem Mut, in risikoreichen Phasen zuzulegen.

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