Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Der FC Bayern steht wieder im Halbfinale des DFB-Pokals. In einer umkämpften Partie setzte sich der Rekordpokalsieger gegen RB Leipzig mit 2:0 durch; Harry Kane traf per Foulelfmeter, Luis Díaz machte kurz darauf den Deckel drauf. Die Münchner zeigten besonders in der zweiten Halbzeit mehr Zugriff und dürfen weiter vom Pokalerfolg 2026 träumen. Vorstand und Spieler bezeichneten den Sieg als wichtigen Schritt im Saisonverlauf. Die Bayern stehen erstmals seit 2020 wieder im DFB Halbfinale.

Halbfinaleinzug: Bayern erstmals nach sechs Jahren wieder unter den letzten Vier
Der FC Bayern zieht nach dem 2:0-Sieg gegen RB Leipzig ins Halbfinale des DFB-Pokals ein und kehrt damit erstmals seit 2020 in die Vorschlussrunde zurück. Präsident Herbert Hainer kommentierte den Erfolg als verdient und hob die starke Leistung in Halbzeit zwei hervor. Die Fans skandierten bereits vor Abpfiff „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, der Traum von einem Pokalfinale in der Hauptstadt lebt weiter. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte vor der Partie noch den Nachholbedarf im Wettbewerb betont: „Es ist klar, es geht ums Ganze.“
Foulelfmeter und Díaz sorgen für die Entscheidung
Die Entscheidung fiel nach einem Strafstoß in der 64. Minute: Maarten Vandevoordt, der für Peter Gulácsi im RB-Tor stand, kam im Strafraum gegen Josip Stanisic zu spät – der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Harry Kane verwandelte den Foulelfmeter gewohnt sicher und markierte damit sein 39. Saisontor im 34. Pflichtspiel, den fünften Treffer gegen Leipzig in dieser Saison. Nur drei Minuten später verwertete Luis Díaz ein Zuspiel von Michael Olise zum 2:0 und machte so den Deckel auf die Partie. Bundestrainer Julian Nagelsmann verfolgte das Spiel live im Stadion.
Spielverlauf: Chancen, Pressing und Schlüsselszenen
Die Anfangsphase gehörte Leipzig: Die Gäste pressten hoch, zwangen die Münchner zu Fehlern und sorgten für Unordnung im Spielaufbau. Gleichzeitig eröffneten die mutigen Leipziger Räume für Konter der Bayern – und diese führten zu Großchancen. Bei einem Schuss von Harry Kane (12.) rettete Castello Lukeba auf der Linie, Vandevoordt schien bereits geschlagen. Díaz (18.) und Kane (21.) vergaben danach aussichtsreiche Möglichkeiten. In der Schlussphase der ersten Hälfte parierte Manuel Neuer eine gute Gelegenheit von David Raum (37.). Nach dem Seitenwechsel hielt Vandevoordt noch gegen Aleksandar Pavlovic und Kane in der Nachspielzeit, ehe die Offensivaktionen der Bayern durch Effizienz im Strafraum entschieden wurden.
Personalien, Taktik und Ausblick
Trainer Vincent Kompany zeigte vor der Partie Kontinuität und verzichtete auf Wechsel in der Startelf nach dem überzeugenden 5:1 in der Liga gegen Hoffenheim. Leipzigs Übungsleiter Ole Werner nahm im Vergleich zum 2:1 in Köln zwei Änderungen vor. Pokalspezialist RB, Titelträger 2022 und 2023 und mehrfach im Finale, kann sich nun wieder voll auf den engen Kampf um die Champions-League-Plätze in der Liga konzentrieren. Für Bayern steht am 21./22. April das Halbfinale an; die Auslosung findet am 22. Februar statt. Mögliche Gegner sind Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der SC Freiburg. Das Finale in Berlin steigt am 23. Mai.