DFB-Team: Die Streichkandidaten im vorläufigen WM-Aufgebot

Für welche vier DFB-Kicker platzt der WM-Traum?

Veröffentlicht: Mittwoch, 21. Mai 2014 um 11:09 Uhr

Herrlich schön präsentiert sich das Bergpanorama im idyllisch gelegenen Passeiertal in Südtirol. Doch der Schein trügt, denn ab heute beginnt die deutsche DFB-Auswahl mit der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Brasilien. Für einige ist es der Kampf um die Stammplätze, für andere geht es darum, überhaupt erstmal den Sprung in den WM-Kader zu schaffen. Denn noch muss Bundestrainer Löw vier Spieler für seinen endgültigen Kader streichen. Welches Quartett hat die geringsten Chancen auf eines der begehrten WM-Tickets?

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Neben der Frage, wann welche verletzten Spieler wieder ins Training einsteigen können, muss Bundestrainer Joachim Löw auch die Spieler finden, die er noch aus dem vorläufigen WM-Kader streichen wird. Somit beginnt ab morgen für vier Profis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft das große Zittern. Spätestens nach dem Länderspiel gegen Kamerun am 1. Juni in Mönchengladbach werden noch einmal vier Spieler aussortiert werden und nicht mit nach Brasilien fliegen.

Löw: „Ganz schwere Entscheidungen“

Für Löw und seinen Trainerstab wird die Streichung der letzten Spieler die wohl schwierigste Entscheidung des Trainingslagers werden: „Das werden wieder ganz schwere Entscheidungen. Aber das gehört auch zu meinen Aufgaben“, so Löw vor der Abreise nach St. Leonhard. Doch nicht nur die Leistungen und die Vielseitigkeit einiger Spieler werden den Ausschlag geben, auch Verletzungen und die körperliche Fitness werden die Auswahl der Streichkandidaten beeinflussen. So bleibt besonders abzuwarten wie Miroslav Klose und Sami Khedira die hohe Belastung der Vorbereitung verkraften werden.

Länderspielneulinge führen Liste der Streichkandidaten an

Bereits nach dem Länderspiel gegen Polen (0:0) gab es die ersten vier Verlierer im DFB-Tross, wobei es den zukünftigen Gladbacher André Hahn mit der Streichung aus dem vorläufigen 30-Mann Kader besonders hart erwischte. Max Meyer, Marcell Jansen und Leon Goretzka werden zwar ebenfalls nicht ins Trainingslager fahren, sind jedoch bei Verletzungen die ersten Nachrück-Kandidaten. Auf der Liste der möglichen vier Streichkandidaten finden sich neben Benedikt Höwedes, Lars Bender, Julian Draxler, Marcel Schmelzer und Kevin Großkreutz besonders die Spieler wider, die wie Shkodran Mustafi, Matthias Ginter, Christoph Kramer und Erik Durm die wenigsten Länderspieleinsätzen bestritten haben – mit einer Ausnahme!

Volland mit guten Chancen

Denn eigentlich zählt auch der Hoffenheimer Kevin Volland angesichts von einem A-Länderspiel zu dieser Kategorie, doch der 21-jährige Kapitän der U21 ist neben Altmeister Miroslav Klose der einzige Stürmer im Aufgebot des DFB. Damit scheint er sein WM-Ticket schon so gut wie sicher zu haben. Auch Erik Durm darf sich aufgrund seiner Position als Linksverteidiger berechtigte Hoffnungen machen, zumal er in den Champions League-Spielen des BVB gegen Real Madrid Cristiano Ronaldo gut im Griff hatte und keinerlei Schwächen zeigte. Sein Dortmunder Mannschaftskollege Kevin Großkreuz scheint aufgrund seiner immer kämpferischen Einstellung und enormen Vielseitigkeit bei Löw hoch im Kurs zu stehen. Und jemand der 90 oder 120 Minuten ackert, als gäbe es kein Morgen mehr, wird in Brasilien nicht von Nachteil sein.

Kramer als Ersatz für Khedira zur WM?

Dem Gladbacher Christoph Kramer werden hingegen nur Außenseiterchancen eingeräumt. Völlig unerwartet schaffte er noch den Sprung in den Kader der nach Südtirol ins Trainingslager reist. Doch seine große Stunde könnte schlagen, falls Sami Khedira oder Bastian Schweinsteiger nicht rechtzeitig für die WM fit werden sollten. Er ist neben dem Leverkusener Lars Bender der einzige Spieler der sich in der defensiven Mittelfeldzentrale heimisch fühlt. Und schon gegen Polen lies er sein Können im DFB-Trikot aufblitzen.

Doch Löw will unabhängig von diversen Personalproblemen den Druck erhöhen und den Konkurrenzkampf auf einigen Positionen weiter ankurbeln. „Ich will sehen, dass die Spieler um ihr WM-Ticket kämpfen“, lautet die klare Ansage. Doch noch lässt sich der 54-Jährige nicht in die Karten blicken, welche Spieler er nach dem Länderspiel gegen Kamerun heimschicken wird.

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