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Der 1. FC Heidenheim taumelt in der Bundesliga weiter dem Abstieg entgegen. Beim Kellerduell in Augsburg verlor der FCH trotz engagiertem Auftritt mit 0:1 (0:0) und blieb damit zum neunten Mal in Folge ohne Sieg. Der entscheidende Treffer fiel per Foulelfmeter durch Alexis Claude-Maurice (80.), Heidenheim bleibt Tabellenletzter und hat weiter sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Die Offensive mit nur 19 Treffern wirkt ideenlos, die Defensive hat zwar phasenweise dichtgehalten, aber die Lage bleibt prekär.

Heidenheim weiter in Abstiegsgefahr
Der 1. FC Heidenheim steht nach dem 0:1 beim FC Augsburg weiter mit dem Rücken zur Wand. Als Tabellenletzter besitzt der FCH nach 22 Spieltagen nur 13 Punkte – seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hat kein Verein mit einer derart niedrigen Ausbeute den Klassenerhalt geschafft. Gleichzeitig vergrößerte Augsburg seinen Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze auf komfortable acht Punkte und verschaffte sich damit etwas Luft in der Tabelle.
Spielverlauf: Chancen und Entscheidung
Der Spielverlauf zeigte zunächst einen mutigen Heidenheim-Auftritt: Die Gäste pressten früh, agierten phasenweise in Manndeckung und suchten den Weg in die gegnerische Hälfte. Dennoch fehlte der Offensive die Durchschlagskraft – mit nur 19 Saisontoren stellt der FCH die schwächste Angriffslinie der Liga. Augsburg wurde im Laufe der Partie ballsicherer und erspielte sich Chancen, die aber lange Zeit nicht zwingend waren, bis Alexis Claude-Maurice in der 80. Minute vom Punkt traf.
Einzelaktionen, Torwartparaden und Debüt
Kristijan Jakic (18.), Alexis Claude-Maurice (26.) und Michael Gregoritsch (39.) kamen vor der Pause zu Abschlüssen, die entweder an FCH-Keeper Diant Ramaj scheiterten oder das Ziel verfehlten; Gregoritsch hatte es sogar aus der Mittellinie versucht. Nach dem Seitenwechsel blieb Heidenheim aktiv und übernahm phasenweise die Kontrolle, allerdings fehlte es an der nötigen Zielgenauigkeit und an einer klaren Großchance. Winterneuzugang Christian Conteh feierte in der 50. Minute sein Bundesliga-Debüt und setzte einen ersten nennenswerten Schuss – ein Hoffnungsschimmer, der die Torflaute bisher nicht beendete.
Trainerkampfansage und emotionale Szenen
FCH-Chefcoach Frank Schmidt betonte trotz der prekären Lage die kämpferische Haltung: „Ich wüsste nicht, warum wir jetzt aufgeben sollten. Das wäre tragisch, wenn wir so denken würden.“ Schmidt forderte, dass sich seine Spieler nicht wegducken. In einer Szene, die Schmidt an der Seitenlinie sichtlich mit dem Kopf schütteln ließ, hielt Benedikt Gimber Keven Schlotterbeck im Strafraum zu lange am Trikot – der Unparteiische entschied später auf Foulelfmeter, der die Partie entschied.