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Trotz der angestrebten Unabhängigkeit bleibt die TSG Hoffenheim nach Einschätzung von Geschäftsführer Andreas Schicker eng an die Familie Hopp gebunden. Schicker macht deutlich, dass ohne die finanzielle Unterstützung des Milliardärs und seiner Nachkommen der Klub in wenigen Jahren nicht mehr in der Bundesliga stünde. Er verweist auf wiederholte Hilfen, zuletzt im vergangenen Sommer, sowie auf die hohen Investitionen, die Hopp geleistet hat. Gleichzeitig kritisiert Schicker die interne Auseinandersetzung, die die Wahrnehmung der Mannschaft beeinträchtigt, obwohl diese sportlich erfolgreich ist.

Hopp-Familie bleibt entscheidender Gesellschafter
Andreas Schicker betont unmissverständlich die Rolle der Familie Hopp als zentralen Gesellschafter. „Ohne die Familie Hopp würde man die TSG in ein paar Jahren nicht mehr in der Bundesliga sehen“, sagte der Österreicher der Rhein-Neckar-Zeitung. Der mittlerweile 85 Jahre alte Dietmar Hopp hat die TSG zwar mehrfach finanziell ausgeholfen, gleichzeitig aber immer wieder die Unabhängigkeit des Klubs gefordert.
Finanzielle Unterstützung und Investitionen
Schicker nennt konkrete Folgen der Hopp-Beteiligung für die finanzielle Stabilität des Vereins. Nach seinen Angaben benötigte die TSG auch im vergangenen Sommer Unterstützung; Hopp soll inzwischen rund eine halbe Milliarde Euro in den Klub gesteckt haben. Gleichwohl hält Schicker eine vollständige finanzielle Unabhängigkeit für ein langfristiges Projekt: „Ich bin überzeugt, dass es Jahre geben wird, in denen das gelingt. Und es wird Jahre geben, in denen man Unterstützung benötigt.“
Machtkampf belastet Wahrnehmung trotz sportlichem Erfolg
Den kürzlichen Machtkampf im Klub bedauert Schicker vor allem mit Blick auf die Mannschaft und deren sportliche Entwicklung. Er kritisiert, dass die TSG in der öffentlichen Wahrnehmung häufig als „Chaos-Verein“ gelte und deshalb nicht die Aufmerksamkeit erhalte, die die Leistungen des Teams verdienten. Die Hoffenheimer stehen aktuell auf Platz drei der Bundesliga und verfolgen einen klaren Champions-League-Kurs; Schicker unterstreicht den sportlichen Fortschritt: „Wir haben nach 22 Spielen 45 Punkte, das ist mit Abstand der beste Schnitt in der Bundesliga-Geschichte der TSG.“