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Andreas Schicker bleibt Sport-Geschäftsführer der TSG Hoffenheim. Nach einer Vorstandssitzung am Montagabend bestätigte der Verein den Verbleib Schickers und stellte damit Spekulationen um eine Abberufung vorerst ein. Gleichzeitig erklärte Christoph Henssler seinen Rücktritt als 2. Vorsitzender des e.V. und gibt damit sein Amt inmitten des Machtkampfs in der Führungsetage auf. Für die kommenden Wochen ist die Führung des Vereins neu geregelt, Neuwahlen stehen am 9. März an.

Schicker bleibt Sport-Geschäftsführer
Der Vorstand der TSG Hoffenheim entschied am Montagabend, Andreas Schicker im Amt zu halten. Frank Engelhardt, 3. Vorsitzender des Muttervereins, sagte ausdrücklich, man sei sich im e.V.-Vorstand einig, dass Schicker als Geschäftsführer gehalten werden müsse. Die Entscheidung zielt darauf ab, die sportliche und juristische Stabilität des Klubs zu sichern; Schicker hatte zuletzt Rückhalt von bedeutenden Stimmen innerhalb des Vereins erhalten. Auch Trainer Christian Ilzer und die Mannschaft stellten sich öffentlich hinter Schicker.
Rücktritt von Christoph Henssler
Christoph Henssler trat mit sofortiger Wirkung als 2. Vorsitzender des e.V. zurück. Seit dem gesundheitlich bedingten Rückzug von Jörg Albrecht im November des vergangenen Jahres fungierte Henssler sogar als Interims-Klubchef des Muttervereins. In seiner Stellungnahme betonte Henssler seine Verbundenheit zur TSG Hoffenheim, verwies auf sein Anliegen, den Verein strukturell und professionell weiterzuentwickeln, und wünschte dem Klub „nur das Beste“. Henssler hat eine Ultra-Vergangenheit, was seine Rolle in den inneren Auseinandersetzungen der Führungsetage zusätzlich kommentiert.
Juristische Blockade der Gesellschafterversammlung
Die für Montagabend angesetzte Gesellschafterversammlung fand nicht statt; der Verein bestätigte das Ausbleiben der Versammlung. Laut Berichten von kicker war die Versammlung juristisch unterbunden worden: Das Landgericht Heidelberg habe auf Anfrage erklärt, dass bereits in der vergangenen Woche ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz zur Untersagung der Durchführung eingegangen sei und dem gefolgt worden sei. Die genauen Gründe blieben offen, es wird jedoch berichtet, dass der Antrag von Dietmar Hopp gestellt worden sein soll. Vor dem juristischen Eingreifen kursierten Spekulationen, Schicker könnte auf der Versammlung abberufen und zum Sportchef degradiert werden.
Interimslösung und Ausblick: Neuwahlen am 9. März
Um die juristische Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, soll Frank Engelhardt nun gemeinsam mit dem zurückkehrenden Jörg Albrecht den Verein in den kommenden vier Wochen leiten. Dietmar Hopp, der weiter über die Kapitalmehrheit beim Bundesligisten verfügt, hat seine Stimmrechtsmehrheit vor knapp drei Jahren an den e.V. zurückübertragen. Hopp stellte sich öffentlich hinter Schicker und äußerte in der Rhein‑Neckar‑Zeitung sein Unverständnis über die Abberufungspläne: Schicker habe „durch seine herausragende Arbeit eine Spitzenmannschaft geformt, die mich Woche für Woche begeistert und in ganz Fußball‑Deutschland positiv wahrgenommen wird. Wie können wir den Erfolg unseres Klubs riskieren?“ Am 9. März sind Neuwahlen angesetzt, die die personelle Führung der TSG Hoffenheim klären sollen.