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Manuel Neuer steht im Fokus der Diskussionen über ein mögliches Comeback in der Nationalmannschaft. Trotz seiner beeindruckenden Karriere und den jüngsten Leistungen bei Bayern München gibt es Bedenken hinsichtlich seiner Form. Während die Bayern die beste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte feiern, bleibt die Frage, ob Neuer für die DFB-Auswahl bei der nächsten Weltmeisterschaft eine sinnvolle Option ist. Gegen Köln patzte er – dennoch gewannen die Bayern mit 3:1.

Neuer und die Diskussion um seine Rückkehr
Der 39-jährige Torwart Manuel Neuer hat in seiner glanzvollen Karriere schon weitaus größere Fehler begangen als den am Mittwochabend gegen den 1. FC Köln. Der Schuss von Linton Maina war zwar hart, aber schien dennoch haltbar. Trotz dieser Unsicherheit in der Defensive und der Diskussionen über seine Leistungen, hielt sich die Kritik in Grenzen, da Bayern München das Spiel letztlich gewann und die beste Hinrunde der Bundesliga-Historie sicherte.
Expertenmeinungen und die DFB-Hierarchie
Die Stimmen, die sich für ein Comeback Neuers in der Nationalmannschaft aussprechen, werden immer lauter, darunter auch der ehemalige DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. Doch was würde eine Rückkehr für die Hierarchie innerhalb der Mannschaft bedeuten? Eine Rückholaktion könnte für Bundestrainer Julian Nagelsmann mehr Risiko als Chance darstellen, besonders angesichts der Tatsache, dass gegnerische Stürmer nicht mehr in Ehrfurcht erstarren, wenn sie Neuer gegenüberstehen.
Neuers Form und die Konkurrenz im Tor
Neuers Leistungen im Herbst waren durchwachsen; bei Gegentoren in Berlin, gegen Freiburg und St. Pauli zeigte er Schwächen. Auch bei der einzigen Saisonniederlage der Münchner in der Champions League gegen den FC Arsenal trug er eine Mitschuld. In der DFB-Auswahl hat Nagelsmann mit Marc-André ter Stegen, Oliver Baumann und Alexander Nübel bereits ein vielversprechendes Torhüter-Trio gefunden, das jedoch auch auf Spielpraxis angewiesen ist.
Risiken eines Comebacks
Ein Comeback Neuers könnte nicht nur die Mannschaftsstruktur durcheinanderbringen, sondern auch Unmut unter den Beteiligten hervorrufen. Bei den Vorrunden-Pleiten der WM 2018 und 2022 stand Neuer ebenfalls im deutschen Tor und konnte nicht überzeugen. Die Frage bleibt, ob die Rückkehr eines erfahrenen Torwarts wie Neuer tatsächlich die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen der DFB-Auswahl ist oder ob es besser wäre, den Fokus auf die vielversprechenden Talente zu legen.