Zur WM 2026? Zusätzliche VAR-Befugnisse: Entscheidung Ende Februar

Die Befugnisse der Video-Assistenten (VAR) sollen bei der bevorstehenden Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada erheblich erweitert werden. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) haben ihre Agenda für die Generalversammlung am 28. Februar in Wales bestätigt. Unter anderem soll die Überprüfung von Eckball-Entscheidungen und gelb-roten Karten in den Fokus rücken, was die Entscheidungsfindung im Fußball revolutionieren könnte.

Die französische Schiedsrichterin Stephanie Frappart gestikuliert während des Fußballspiels der UEFA Champions League Gruppe G zwischen Juventus und Dynamo Kiew am 2. Dezember 2020 im Juventus-Stadion in Turin. (Foto von Vincenzo PINTO / AFP)
Die französische Schiedsrichterin Stephanie Frappart gestikuliert während des Fußballspiels der UEFA Champions League Gruppe G zwischen Juventus und Dynamo Kiew am 2. Dezember 2020 im Juventus-Stadion in Turin. (Foto von Vincenzo PINTO / AFP)

Erweiterung der VAR-Befugnisse

Die IFAB plant, den Video-Schiedsrichtern die Möglichkeit zu geben, künftig auch Eckball-Entscheidungen sowie die zweite Verwarnung bei einer gelb-roten Karte zu überprüfen. Bisher konzentrierten sich die Überprüfungen auf Tore, Strafstöße, Rote Karten und mögliche Verwechslungen bei Platzverweisen. Diese Erweiterung könnte zu einem gerechteren Spielverlauf führen und mehr Klarheit in strittigen Situationen bringen.

Regel-Änderungen zur Verbesserung des Spielflusses

Zusätzlich stehen beim 140. Treffen des IFAB Regel-Änderungen zur Debatte, die darauf abzielen, den Spielfluss weiter zu verbessern. Eine der Neuerungen könnte eine Zehn-Sekunden-Frist für den Auswechsel-Vorgang sein, die für mehr Dynamik auf dem Platz sorgen soll. Bisher gilt eine Acht-Sekunden-Vorgabe lediglich für Torhüter, die künftig auch auf Einwürfe und Abstöße ausgeweitet werden soll.

Medizinische Behandlungen auf dem Platz

Ein weiteres Thema betrifft die medizinische Behandlung von Spielern während des Spiels. Geplant ist, dass verletzte Spieler das Spielfeld verlassen müssen und für einen festgelegten Zeitraum nicht zurückkehren dürfen. Diese Maßnahme könnte dazu beitragen, die Sicherheit der Spieler zu erhöhen und den Ablauf des Spiels nicht unnötig zu verzögern.

Fortsetzung der Tests zum Abseits

Beim strittigen Thema Abseits hat das IFAB-Board, unter dem Vorsitz des Walisers Noel Mooney, im Januar beschlossen, die aktuellen Tests fortzusetzen. Diese Tests sollen dazu dienen, die Regelungen rund um das Abseits zu optimieren und den Schiedsrichtern eine bessere Entscheidungsgrundlage zu bieten. Zudem wird die Verwendung von Körperkameras bei Schiedsrichtern diskutiert, um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen zu erhöhen.