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Mehrere EU-Abgeordnete haben eine klare Positionierung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Bezug auf die WM-Mitgastgeber USA gefordert. In einem Schreiben, das dem Spiegel vorliegt und von 19 Mitgliedern verschiedener Parteien unterzeichnet wurde, wird die Rhetorik der USA während der Trump-Regierung kritisiert. Die Abgeordneten warnen, dass die Austragung der Weltmeisterschaft im Sommer die politischen Haltungen normalisieren könnte, die dem Fußball widersprechen.

Politische Bedenken hinsichtlich der WM in den USA
In einem offenen Brief an die UEFA drücken die Unterzeichner ihre Besorgnis über die politischen Maßnahmen und die Rhetorik der USA aus. Diese seien in den letzten Jahren, insbesondere unter der Trump-Regierung, aufgetreten und hätten erhebliche Zweifel am Respekt gegenüber dem Völkerrecht und demokratischen Standards aufgeworfen. Solche Haltungen, so die Abgeordneten, stehen im Widerspruch zu den fundamentalen Werten des Fußballs, die Respekt, Würde und Gleichheit umfassen.
Debatte um Grönland und Selbstbestimmung
Die Abgeordneten beziehen sich auch auf die Diskussion um Grönland, das als autonomes Gebiet zu Dänemark gehört. Sie kritisieren, dass die Bevölkerung Grönlands zeitweise wie ein strategisches oder wirtschaftliches Gut behandelt wurde, anstatt ihre Rechte auf Selbstbestimmung zu respektieren. Die UEFA müsse in Anbetracht solcher Umstände Stellung beziehen.
Forderungen an die UEFA
In dem Brief wird die UEFA aufgefordert, die Entscheidung zu kritisieren, US-Präsident Donald Trump mit dem neu geschaffenen FIFA-Friedenspreis auszuzeichnen. Zudem sollen Gespräche über mögliche Konsequenzen unterstützt werden, einschließlich eines koordinierten Boykotts, falls die Werte des Fußballs weiterhin missachtet werden.
Reaktionen aus Deutschland
Die Diskussion um einen möglichen Boykott der Weltmeisterschaft hat auch in Deutschland an Fahrt aufgenommen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich gegen einen Boykott ausgesprochen, während die Bundesregierung derzeit ebenfalls keine entsprechenden Maßnahmen unterstützt. Die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, erklärte in der Süddeutschen Zeitung, dass ein Boykott nicht in Erwägung gezogen werde. Dennoch gibt es in der Politik erste Stimmen, die eine solche Maßnahme ins Spiel bringen, insbesondere angesichts der aggressiven Politik der Trump-Administration.