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Bei der kommenden Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko könnten die Befugnisse des Video-Assistenten (VAR) erheblich ausgeweitet werden. Dies wurde während eines Treffens des International Football Association Board (IFAB) in London diskutiert. Die Regelhüter streben an, den Spielfluss zu verbessern und Verzögerungen zu minimieren. Zu den vorgeschlagenen Änderungen gehören die Überprüfung von Eckball-Entscheidungen und weitere Maßnahmen zur Beschleunigung des Spiels.

Erweiterung der VAR-Befugnisse
Die Video-Schiedsrichter sollen künftig auch die Entscheidungen bei Eckbällen sowie die zweite Verwarnung im Falle einer Gelb-Roten Karte überprüfen dürfen. Bisher waren ihre Kompetenzen auf Tore, Strafstöße, Rote Karten und mögliche Verwechslungen bei Platzverweisen beschränkt. Diese Erweiterung könnte den Schiedsrichtern mehr Sicherheit geben und für mehr Gerechtigkeit auf dem Platz sorgen.
Optimierung des Spielablaufs
Zusätzlich wurde eine Zehn-Sekunden-Frist für den Spielerwechsel vorgeschlagen, um den Auswechselprozess zu beschleunigen. Diese Neuerung könnte die bisherige Acht-Sekunden-Vorgabe, die für Torhüter gilt, auf Einwürfe und Abstöße ausweiten. Der Fokus liegt darauf, den Spielfluss zu optimieren und unnötige Unterbrechungen zu vermeiden, was für ein dynamisches Spiel unerlässlich ist.
Regeln zur medizinischen Behandlung
Ein weiterer Punkt auf der Agenda betrifft die medizinische Behandlung von Spielern. Zukünftig sollen Spieler, die auf dem Feld behandelt werden, das Spielfeld für einen festgelegten Zeitraum verlassen müssen, bevor sie zurückkehren dürfen. Diese Maßnahme könnte dazu beitragen, dass das Spiel nicht durch lange medizinische Unterbrechungen beeinträchtigt wird, sondern einen flüssigeren Verlauf nimmt.
Tests zur Abseits-Technologie
Das IFAB hat auch beschlossen, die Tests zur halbautomatisierten Abseitstechnologie (SAOT) fortzusetzen. Diese Technologie hat sich bereits bei FIFA-Turnieren und in verschiedenen nationalen Wettbewerben als erfolgreich erwiesen. In diesem Zusammenhang wurden auch Updates zum laufenden Test des Football Video Support (FVS) präsentiert, was die Bemühungen um eine präzisere Schiedsrichterentscheidung unterstützt.
Körperkameras für Schiedsrichter
Ein weiterer innovativer Vorschlag, der zur Diskussion steht, ist die Verwendung von Körperkameras bei Schiedsrichtern. Diese Technologie könnte dazu beitragen, Entscheidungen transparenter zu machen und das Vertrauen in die Schiedsrichter zu stärken. Die Vorschläge müssen allerdings für eine endgültige Annahme auf der IFAB-Generalversammlung am 28. Februar in Wales abgesegnet werden.