WM 2026 Austragungsorte – Trump attackiert abermals WM-Städte

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wirft politisch bereits lange vor dem Anpfiff Schatten. US-Ex-Präsident Donald Trump sorgt mit erneuten Drohungen gegenüber demokratisch regierten Gastgeberstädten für Aufsehen – und stellt sogar WM-Spiele in Frage.

US Präsident Donald Trump freut sich auf die Fußball WM 2026 (Foto Depositphotos.com)
US Präsident Donald Trump freut sich auf die Fußball WM 2026 (Foto Depositphotos.com)

Trump warnt vor Sicherheitsrisiken in Seattle

Donald Trump hat einmal mehr Zweifel an der Sicherheit in demokratisch geführten US-Städten geäußert, darunter Seattle, wo sechs WM-Spiele geplant sind. Nach der Wahl der Demokratin Katie Wilson zur Bürgermeisterin erklärte Trump, man müsse über eine Verlegung von Spielen nachdenken. „Wenn wir glauben, dass es Anzeichen für Probleme gibt, würde ich Gianni bitten, die Veranstaltung in eine andere Stadt zu verlegen“, sagte Trump in Richtung FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Schon im September hatte er ähnliche Forderungen gestellt. In einer Pressekonferenz im Oval Office sprach Trump Infantino direkt an: „Gianni, kann ich sagen, dass wir die Veranstaltung an einen Ort verlegen, an dem sie geschätzt wird und sicher ist?“

FIFA zeigt sich diplomatisch – Sicherheit hat Priorität

FIFA-Chef Infantino reagierte zurückhaltend, betonte jedoch die Bedeutung von Sicherheit. „Das liegt natürlich in der Verantwortung der Regierung“, sagte er. „Wir arbeiten zusammen und müssen sicherstellen, dass alle Fans aus dem Ausland ein Fest des Sports erleben können – mit 100-prozentiger Sicherheit.“

Eine direkte Zustimmung zu Trumps Drohungen blieb aus. Auf Anfrage teilte die FIFA später mit, sie hoffe, dass alle Gastgeberstädte „bereit“ seien.

Demokratische Hochburgen im Visier – politische Spannungen eskalieren

Besonders betroffen von Trumps Äußerungen sind Städte wie Los Angeles, San Francisco, Boston und Seattle – allesamt demokratisch regiert und traditionell keine Unterstützer Trumps. Bereits 2020 hatte die Trump-Regierung mehrfach Nationalgardisten gegen den Willen der lokalen Behörden in diese Städte entsandt. Offiziell ging es um die Bekämpfung von Kriminalität und linken Protesten.

Die aktuelle Debatte zeigt, wie stark politische Konflikte selbst Großereignisse wie die Fußball-WM beeinflussen können. Trumps Äußerungen dürften den Druck auf lokale Organisatoren erhöhen, insbesondere was Sicherheitskonzepte angeht.

Auch Mexiko gerät ins Fadenkreuz – Trump spielt mit Eskalation

Nicht nur in den USA sorgt Trump für Unruhe rund um die WM. Auch gegenüber Mexiko, dem Co-Gastgeber der WM 2026, ließ er scharfe Worte fallen. Auf die Frage eines Journalisten, ob er einen militärischen Angriff gegen Mexiko zur Bekämpfung des Drogenhandels für möglich halte, sagte Trump: „Das wäre für mich okay.“ Er verwies auf „große Probleme“ mit dem Rauschgifthandel im Nachbarland.

Die Aussagen werfen einen Schatten auf die internationale Zusammenarbeit im Vorfeld der Weltmeisterschaft – einem Turnier, das eigentlich für sportliche Völkerverständigung stehen soll.