Lange Winterpause in der Bundesliga: Welche Teams könnten profitieren?

Die Bundesliga ist in dieser Saison schon etwas verrückt. Es gibt keinen Herbstmeister, dabei ist Winterpause und Weihnachten steht vor der Tür. Die Pause kam nach 15 Spieltagen und dauert zumindest für die Fans Ewigkeiten. Sie bietet zudem eine sehr kurze Eingliederung für eventuelle Neuzugänge und sie trifft einige Clubs hart, die anderen aber gerade zur richtigen Zeit – zumindest eventuell. Aber wie sieht das genau aus? Welche Clubs könnten profitieren und für welche Clubs ist die Pause eher schlecht? Wir werfen einen genaueren Blick auf die aktuelle Saison in der Bundesliga.

Fußball heute am Samstag - Bundesliga
Fußball heute am Samstag – Bundesliga

BL Teams mit gutem Rhythmus

Eintracht Frankfurt, SC Freiburg, Werder Bremen, RB Leipzig, VfL Wolfsburg – das sind wohl die Vereine, die der Pause zwar einerseits entgegengesehen haben, sie andererseits aber fürchten. Doch warum eigentlich?

  • Aufatmen – für die international spielenden Clubs ist die Pause ein Segen. Das trifft insbesondere auf Vereine wie Freiburg zu, deren Bank schlichtweg nicht so groß ist, um die Rotation auf einem hohen Niveau durchzuziehen.
  • Sorgenvoll – wer im Tritt ist, kann schon durch ein einzelnes spielfreies Wochenende aus dem Tritt geraten. Zwei Monate Winterpause sind hingegen eine unglaublich lange Zeit, in der sich das Blatt völlig wenden könnte. In einer solchen Zeitspanne ist ein aufgebautes Momentum erst einmal wieder vorbei.

Das Problem für viele der Vereine ist aber auch, dass sie Nationalspieler stellen. Die Strapazen der vergangenen Wochen enden somit nicht direkt, dafür steigt das Verletzungsrisiko in der eigentlich spielfreien Vereinszeit. Kann Bayern München notfalls den Ausfall eines Topstars verkraften, würde Werder Bremen vor gewaltigen Problemen stehen, wenn ein Füllkrug nicht mehr da ist, um Tore zu schießen.

Weshalb die Bayern nicht in dieser Auflistung genannt wurden, wenn sie doch die letzten Spiele alle gewonnen haben? Von ihnen wird der Rhythmus schlichtweg erwartet. Buchmacher setzen sie schon wieder als Meister ein. Fans anderer Clubs geben die Hoffnung allerdings nicht auf, dass der Meister eventuell doch einen anderen Namen trägt. Wer Tendenzen für einzelne Partien sehen möchte, geht einfach direkt zu https://www.sportwettenvergleich.net/kickform/.

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Teams, denen die Pause gut tun könnte

Es lief in dieser Saison für viele Vereine gar nicht rund, andere hingegen ließen in den vergangenen Spielen stark nach:

  • Union Berlin – die Pause kommt für den mehrwöchigen Tabellenersten gerade gelegen. Drei der letzten fünf Spiele gingen teils deutlich verloren, man merkt den Köpenickern an, dass sie auf dem Zahnfleisch gehen. Die Doppelbelastung Bundesliga und Europa League war hart, obwohl sie es in die nächste Runde geschafft haben.
  • BVB – nur zwei Spiele gingen aus den letzten fünf verloren, ja. Doch der Verein hat andere Ambitionen und liegt schon jetzt neun Punkte hinter den Bayern zurück. Platz sechs würde am Ende gerade einmal die Qualifikationsrunde zur Conference League bedeuten. Das ist definitiv zu wenig für die Ansprüche des BVB.
  • Mainz – auch hier geht die Tendenz gerade nach unten. Mit 19 Punkten ist zwar das Mittelfeld aktuell gesichert, doch sicher ist nichts.
  • Hoffenheim/Köln/Hertha – einzig die Hertha konnte aus den vergangenen fünf Spielen zwei Siege mitnehmen. Keiner der Vereine ist auch nur nicht abstiegsgefährdet. Bei der alten Dame aus Berlin stehen die Sorgenfalten so stark im Gesicht, dass selbst der Investor seine Anteile verkaufte.

Wahrscheinlich sind auch die Schalker glücklich, zumindest für einige Wochen nicht das Dilemma auf dem Platz anblicken zu müssen. Torgarant Terodde schießt, aber trifft nicht, es wird wieder viel hinter den Kulissen und auf den Rängen debattiert und die Notfinanzierungspläne für das Unterhaus liegen auf dem Tisch. Anders ein paar Kilometer weiter hin Bochum: Dort lief es zuletzt, wenigstens konnte man den S04 hinter sich lassen und somit einige Verhältnisse wiederherstellen.

Saisonverlauf? Bislang ist noch alles offen 

Nach fünfzehn Spieltagen und einer sehr langen Pause vor der Brust ist es schwer zu sagen, wohin die Reise gehen wird. Einigen Clubs kommt die Pause garantiert sehr gelegen, zumindest dann, wenn sie ihre Spieler nicht bei Nationalteams vorfinden und diese sich nicht verletzen. Andere hingegen könnten ins Straucheln kommen. Wobei wohl ein Großteil der Fans eines hofft: Lass es die Bayern sein, damit es einen Titelkampf gibt.

Wer schreibt hier?

  • Nils Römeling

    Nils Römeling, seit 2006 aktiv, hat sich als Autor und Betreiber mehrerer angesehener Fußballwebseiten etabliert. Diese Plattformen bieten umfassende Berichterstattung über diverse Aspekte des Fußballs – von der deutschen Nationalmannschaft über die Bundesliga bis hin zu internationalen Begegnungen und dem Frauenfußball. Er hatte das Privileg, bedeutende Fußballereignisse wie die Weltmeisterschaften 2010, 2014 und 2022 sowie die Europameisterschaften 2016 und 2021 live zu erleben und darüber zu berichten. In seiner Freizeit unterstützt er leidenschaftlich den FC Augsburg und besucht regelmäßig Spiele im Stadion.

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