Der EM 2016 Spielball Beau Jeu zur Fußball Europameisterschaft

Am 10. Juni beginnt die Europameisterschaft in Frankreich. 24 Teams – statt der bisher gewohnten 16 – kämpfen in insgesamt 51 Spielen, Ziel ist der Sieg im Finale am 10. Juli einen Monat später. Sechs Gruppen mit je vier Teams, von denen sich die Gruppenersten und –zweiten sicher für das Achtelfinale qualifizieren. Neu ist, dass auch die vier besten Gruppendritten in die nächste Runde einziehen. Wir wollen uns den EM-Spielball anschauen!

Der EM 2016 Spielball Beau Jeu zur Fußball Europameisterschaft
Der EM 2016 Spielball Beau Jeu zur Fußball Europameisterschaft

Deutschland trifft in Gruppe C auf die Ukraine, Polen und Nordirland. Für den Titelverteidiger sollte dies eine machbare Aufgabe sein. Obwohl einige etablierte Spieler wie Lahm (Karriereende in der Nationalelf) und Reus (langanhaltende Verletzungsprobleme) komplett fehlen oder verletzungsbedingt zu Beginn eventuell ausfallen wie Hummels.

Spannend wird es für britische Fans gleich in der Vorrunde – in der Gruppe B treffen Wales und England aufeinander und in Lens, dem Austragungsort, kann mit einigem Andrang von der Inseln gerechnet werden. Neben dem Titelverteidiger Deutschland gelten Italien und Spanien auch in diesem Turnier als große Favoriten.

Neben Lens werden in der Hauptstadt Paris Spiele ausgetragen, außerdem sind Bordeaux, Marseille, Lyon, Lille, St. Etienne, Toulouse und Nizza Gastgeber für die Spiele. Das Finale steigt im Stadion St. Denis, das über 80.000 Zuschauer fasst.

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Beau Jeu – schönes Spiel

Schöne Spiele sind das, was Fans bei der Europameisterschaft sehen wollen und passend dazu hat der diesjährige EM-Ball seinen Namen erhalten: Beau Jeu – auf Deutsch soviel wie schönes Spiel. Optisch gibt er dem Beobachter viele Informationen Preis: Die Farben des Gastgeberlandes Frankreich sind eingearbeitet, auf weißem Hintergrund sind rote und blaue Akzente gesetzt. So zum Beispiel die Zahlen 2 – 1- 0 – 6 und die Buchstaben E – U – R – O. Neben dem silbernen Logo der EM 2016 ist das Adidaslogo aufgedruckt.

Das Panelsystem ist neunteilig und gleicht jenem, das 2014 beim Brazuca, dem Spielball der WM 2014, verwendet wurde. Durch die mehrschrittige Schichtung von Klebstoff unter Hitzeeinwirkung werden die Panels besonders gut mit der Blase im Ballinneren verbunden. Die Wasseraufnahme wird dadurch in hohem Maße beschränkt. Stattdessen soll die Oberflächenstruktur dem Beau Jeu besonders viel Griffigkeit und eine damit verbundene genauere Ballkontrolle ermöglichen. Gerade im Bereich der Griffigkeit und der Sichtbarkeit im Flug versprechen die Hersteller im Vergleich zum letzten WM-Ball noch einmal Verbesserungen.

Mitgewirkt bei der Entwicklung hat unter anderem der walisische Nationalspieler Gareth Bale, der aktuell bei Real Madrid unter Vertrag steht.

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Von Telstar Durlast und Etrusco Unico bis Beau Jeu – die EM-Bälle von Adidas

Die EM 2016 in Frankreich ist die 17. EM, die mit einem speziellen EM-Ball gespielt wird. Für das Jahr 1972 wurde Adidas erstmals beauftragt, auch für eine Europameisterschaft einen Ball zu entwerfen. Wie bei der vorangehenden EM wurde der Telstar Durlast ausgewählt. Ein Ball, der das Design der Lederstreifen ablegt und stattdessen aus zusammengesetzten Fünf- und Sechsecken besteht und damit das heutige Bild eines Fußballs entscheidend mitprägt. Zur EM 1980 in Italien wurde das Eckensystem beibehalten, das Design wurde beim Tango Italia geändert: 20 Triaden ergänzten sich so, dass daraus wiederum 12 Kreise entstehen. Ein neues Design war geboren.

Im Jahr 1992 wurde mit dem Ertrusco Unico der WM-Ball aus dem Jahr 1990 verwendet. Wenn sich ein Ball in großen Turnieren besonders bewährt, wurde folglich nicht immer wert auf ein neues Design gelegt. Vier Jahre später, 1996, folgt dann ein großer Schritt: Der erste Ball, der farblich gestaltet ist, der Questra Europa. Mit den folgenden Turnieren wird es immer üblicher, das Land des Gastgebers mit seinen Eigenschaften im Design des Balls widerzuspiegeln. So stellen die blauen Silberstreifen auf dem Ball von 2000 die Flüsse von Belgien und Niederlande dar, 2004 erinnern Streifen an ein Koordinatensystem und verweisen damit auf Portugal als Seefahrernation.

Mit den vergangenen Jahren ist zu beobachten, dass inzwischen häufig mehr am Design, als am System geändert wird: Erweist sich ein Gefüge als effektiv, wird daran weiter gearbeitet, anstatt es zu ändern.

Offizielle Spielbälle der Europameisterschaften bis 2012 (AFP PHOTO/CHRISTOF STACHE)
Offizielle Spielbälle der Europameisterschaften bis 2012 (AFP PHOTO/CHRISTOF STACHE)

Früher nicht genormt, heute Merchandise – die Geschichte der WM-Bälle

Mit Beginn der Austragungen der Weltmeisterschaften gab es noch keine genormten Bälle, 1930 etwa wurde im Finale zur Halbzeit der Ball noch gewechselt. 1950 kommt mit dem Superball Duplo T der erste WM-Ball zum Einsatz, der mit einem Ventil versehen ist. 1958 wurde der Top Star für die WM in Schweden aus über 100 Bällen ausgewählt, optisch hatte bereits ein Wandel zu Leder-Panels stattgefunden, die heute üblich sind.

Mit der Weltmeisterschaft 1970 übernimmt die FIFA die Organisation für einen WM-Ball, die Firma Adidas wird damit beauftragt, einen solchen zu entwickeln. Der Telstar wird geboren und damit eine langjährige Geschäftsbeziehung mit Adidas: Seit diesem Turnier ist die deutsche Firma für die Entwicklung und Produktion der Spielbälle aller Europa- und Weltmeisterschaften beauftragt worden.

1970 ist auch das Jahr, in dem die Vermarktung des Spielballs als Merchandiseartikel beginnt. Nachdem für das eigentliche Turnier 20 Bälle gefertigt wurden, verkauften sich nach der Weltmeisterschaft noch 600.000. Es gibt keine zwei Weltmeisterschaften, die mit demselben Ball gespielt werden. Stattdessen wird jedes Design dazu genutzt, die Besonderheiten des Gastgeberlandes zu präsentieren.