Afrika-Cup steht vor der Tür: Prestige, Personalsorgen und ein fauler Kompromiss

Der Afrika-Cup „Cup of Nations 2025“, der am 21. Dezember beginnt, sorgt für Unruhe unter europäischen Klubs, die ihre Spieler während der laufenden Saison abstellen müssen. Während Stars wie Yan Diomande und Achraf Hakimi dem Turnier entgegenfiebern, äußern die Verantwortlichen der Bundesliga Bedenken hinsichtlich der Abstellungen. Besonders Bayer Leverkusen muss auf vier Spieler verzichten, was die Kaderplanung für wichtige Spiele erschwert. Der Druck auf die FIFA wächst, die umstrittene Terminkonstellation zu erklären.

Yan Diomande von RB Leipzig spielt für die Elfenbeinküste bei der WM 2026 (Foto Depositphotos.com)
Yan Diomande von RB Leipzig spielt für die Elfenbeinküste bei der WM 2026 (Foto Depositphotos.com)

Leipzigs Yan Diomande freut sich auf den Afrika-Cup

Der junge Flügelflitzer von RB Leipzig, Yan Diomande, sieht dem Afrika-Cup mit großer Vorfreude entgegen. „Wir sind mit unserer Nationalmannschaft aufgewachsen – sie hat uns zum Weinen gebracht, sie hat uns zum Träumen gebracht,“ schwärmte der 19-Jährige, während er von der Möglichkeit sprach, für die Elfenbeinküste zu spielen und damit einen Kindheitstraum zu verwirklichen. Diomande gehört zu den Spielern, die an diesem prestigeträchtigen Turnier teilnehmen werden, das eine immense Bedeutung für die afrikanische Fußballgemeinschaft hat.

Bundesliga-Klubs in der Zwickmühle

In der Bundesliga sieht man die Situation anders. Viele Klubs, darunter der Vizemeister Bayer Leverkusen, äußern massiven Unmut über die Abstellung ihrer Spieler während der laufenden Saison. In diesem Jahr trifft es Leverkusen besonders hart, da vier Spieler zum Afrika-Cup reisen müssen. Die Umstellung des Kaders für das Topspiel gegen Leipzig verursacht zusätzliche Herausforderungen. Diese Problematik ist nicht neu, jedoch hat die FIFA mit ihrer Entscheidung, den Zeitraum für den Afrika-Cup zu verschieben, das Fass zum Überlaufen gebracht.

FIFA-Handlungen und ihre Auswirkungen

Ursprünglich war der Afrika-Cup für den Sommer dieses Jahres angesetzt, doch die FIFA verschob das Turnier, um Platz für die Klub-WM zu schaffen. Diese Entscheidung führte dazu, dass wichtige Spiele nun in die Winterpause fallen, was zwar für die Bundesliga von Vorteil ist, jedoch bedeutet, dass der Afrika-Cup auch an christlichen Feiertagen wie Heiligabend stattfindet. Darüber hinaus änderte die FIFA die Abstellungsfrist der Spieler kurzfristig von 8 auf 15 Dezember, was viele afrikanische Verbände vor große organisatorische und finanzielle Herausforderungen stellte.

Reaktionen aus der Fußballwelt

Die Reaktionen auf die FIFA-Entscheidungen sind eindeutig negativ. So äußerte Habib Beye, ehemaliger senegalesischer Nationalspieler und Trainer von Stade Rennes, dass es inakzeptabel sei, solche Informationen so spät zu erhalten. Dies verursachte nicht nur Frust, sondern auch zusätzliche Kosten aufgrund abgesagter Testspiele und Unterkunftsänderungen. Auch Vincent Kompany, Trainer des FC Bayern, betonte die Wichtigkeit des Afrika-Cups für die Spieler und drückt seinem Schützling Nicolas Jackson die Daumen, trotz der Unwägbarkeiten.