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Borussia Dortmund steuert auf wegweisende Tage zu — doch das Personaldebakel in der Innenverteidigung verschärft die Lage. Nico Schlotterbeck und Niklas Süle fehlten beim Mannschaftstraining, Emre Can und Filippo Mane stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Vor dem Champions-League-Playoff-Hinspiel gegen Atalanta und dem kniffligen Auswärtsspiel bei RB Leipzig drohen Ungewissheit über Diagnose und Ausfallzeit. Trainer Niko Kovac kündigte an, eine Lösung zu finden; wahrscheinlich muss der 18-jährige Luca Reggiani erstmals größere Minuten in den Playoffs übernehmen.

Innenverteidigung: Vier Ausfälle und offene Ausfallzeiten
Die Defensive ist beim BVB akut geschwächt. Schlotterbeck fehlte am Montag mit muskulären Problemen, Niklas Süle musste nach Oberschenkelbeschwerden aussetzen. Damit stehen neben den bereits bekannten Ausfällen von Emre Can und Filippo Mane vier Innenverteidiger nicht zur Verfügung. Die medizinische Lage ist bislang noch nicht detailliert kommuniziert; Fragen nach Diagnose, möglicher Ausfallzeit oder Reha-Maßnahmen bleiben offen. Gleichwohl bereitet die Personalnot dem Übungsleiter umgehend taktische Anpassungen im Mannschaftstraining.
Champions-League-Playoff: Atalanta wartet — Kovac erwartet Leistungssteigerung
Im Playoff-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo (Dienstag, 21.00 Uhr/Sky/Prime Video) muss Dortmund voraussichtlich mit Notbesetzung antreten. Reggiani, 18 Jahre alt und bislang mit 46 Profi-Minuten, könnte ins kalte Wasser springen — er spielte am Freitag erstmals vor der Südtribüne. Kovac warnte zugleich vor der internationalen Qualität: In der Königsklasse habe seine Mannschaft bereits gegen Juventus, Manchester City, Tottenham und Inter die Grenzen gespürt und müsse jetzt „eine Schippe drauflegen“. Atalanta, Europa-League-Sieger 2024, tritt als unangenehmer, laufstarker Gegner an, der in der Qualifikation unter anderem Chelsea, Brügge, Eintracht Frankfurt und Marseille bezwang.
Termindruck: Leipzig, Bergamo, Bayern — Titelrennen und finanzielle Einsätze
Der Spielplan setzt den BVB zusätzlich unter Druck: Zwischen den beiden Duellen mit Bergamo steht das knifflige Gastspiel bei RB Leipzig an, danach folgt am 28. Februar das Duell gegen den FC Bayern — ein Match, das das Titelrennen noch einmal anheizen kann. Sportdirektor Sebastian Kehl forderte zwei „richtig gute Leistungen“, um nicht schon vor dem Achtelfinale auszuscheiden. Neben sportlichem Prestige stehen für den Klub auch Millionen auf dem Spiel, weshalb das derzeitige Lazarett in der Innenverteidigung besonders schmerzt.
Stimmen und Personaloptionen
Kovac machte deutlich: „Jetzt gibt es nur noch siegen oder fliegen.“ Gleichzeitig lobte er die Formkurve eines Angreifers, der zuletzt als Torjäger auffiel: Serhou Guirassy habe nach einer sieben Spiele dauernden Flaute sechs Tore in sechs Ligaspielen erzielt, seine Reaktion nannte Kovac „sensationell gut“ — seine Treffer erhöhten die Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen. Sportliche Zuversicht und personelle Improvisation werden in den kommenden Tagen entscheiden, ob der BVB mit ausreichender Stabilität in die entscheidenden Spiele geht.