Transferfenster – FIFA verzeichnet Wechsel-Rekord im Winter

Der Fußball-Weltverband FIFA meldet für das Wintertransferfenster 2026 einen historischen Höchststand an Wechseln. Weltweit wickelten die Vereine in den vergangenen Wochen über 5900 Transfers ab – so viele wie noch nie in einem Winterfenster. Während die Anzahl der Transfers im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2025 erneut zulegte, gingen die Ausgaben für Ablösesummen deutlich zurück. Angeführt von den finanzstarken Klubs der englischen Premier League flossen dennoch über 1,6 Milliarden Euro in neue Arbeitspapiere. Auch im Frauenfußball verzeichnet die FIFA Rekordzahlen und spricht von nie dagewesenen Investitionen.

Niclas Füllkrug will zu7r Fußball WM 2026! (Photo by Izzy Poles/News Images)
Niclas Füllkrug will zur Fußball WM 2026 – und wechselt zum AC Mailand.
(Photo by Izzy Poles/News Images)

FIFA registriert Rekordwert bei Winter-Transfers 2026

Nach Angaben der FIFA wurde das Wintertransferfenster 2026 zum Rekordzeitraum in der Geschichte des Weltverbands. Über 5900 nationale und internationale Wechsel gingen in den vergangenen Wochen über die Bühne, womit das bisherige Höchstniveau aus dem Vorjahr übertroffen wurde. Die Anzahl der Transfers stieg im Vergleich zum alten Bestwert um mehr als drei Prozent an, was auf eine anhaltend hohe Mobilität auf dem Spielermarkt hindeutet. Vereine justierten ihre Kader in der Breite nach und setzten verstärkt auf flexible Lösungen bei Vertragsdauer und Leihgeschäften, statt ausschließlich auf teure Verpflichtungen mit langfristigen Arbeitspapieren zu setzen.

Ausgaben sinken trotz mehr Wechseln deutlich

Parallel zum neuen Rekord bei der Zahl der Deals registrierte die FIFA einen spürbaren Rückgang bei den Gesamtausgaben. Im Vergleich zum Winter 2025 sanken die Investitionen um rund 18 Prozent. Weltweit gaben die Klubs für Ablösesummen und Verstärkungen umgerechnet knapp über 1,6 Milliarden Euro aus. Den mit Abstand größten Anteil daran hatte erneut die englische Premier League, die den Transfermarkt mit ihren finanziell potenten Vereinen prägt. Dennoch zeigt der Rückgang, dass viele Klubs offenbar vorsichtiger agieren, stärker auf Marktwert-Opportunitäten achten und Gehaltsstrukturen im Blick behalten.

Premier League bleibt Treiber des Transfermarkts

Die englischen Vereine bestätigten im Winter 2026 einmal mehr ihre Rolle als Zugpferd des globalen Transfergeschäfts. Aus der Premier League kamen laut FIFA die höchsten Ausgaben im Männerbereich, womit die Liga ihre Position an der Spitze des internationalen Marktes untermauerte. Dort investierten die Klubs trotz des generellen Rückgangs weiterhin massiv in Kaderbreite und -qualität, um in Meisterschaft, nationalen Pokalwettbewerben und internationalen Turnieren konkurrenzfähig zu bleiben. Gleichzeitig profitieren andere Ligen und Vereine von den Geldströmen, die durch Ablösesummen, Weiterverkaufsbeteiligungen und Beraterhonorare ausgelöst werden.

Frauenfußball verzeichnet Rekordinvestitionen

Besonders dynamisch entwickelte sich das Wintertransferfenster 2026 im Frauenfußball. Hier meldete die FIFA Rekordinvestitionen von umgerechnet rund 8,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von über 85 Prozent im Vergleich zum bisherigen Bestwert aus dem Jahr 2025. Auch in diesem Segment führen die englischen Klubs das Ranking an und treiben die Professionalisierung des Marktes voran. Insgesamt wickelten die Vereine im Frauenbereich über 420 Transfers ab, was den steigenden Stellenwert von Kaderplanung, Marktwertentwicklung und vertraglicher Absicherung im Profibereich der Frauen eindrucksvoll unterstreicht.