Pressestimmen zum EM-Finale * internationale Pressestimmen * Italien ist Europameister 2021

Italien gewinnt nach 1968 das zweite Mal die Fußball-Europameisterschaft. England bleibt dagegen weiterhin seit 1955 ohne Titel im internationalen Fußball mit den Three Lions. Am Sonntag waren die englischen Zeitungen noch voll von Stolz, Vorfreude und der Überzeugung, dass man die Azzurri sieglos nach Hause schicken könnte. Doch es kam anders, England scheitert erneut am Elfmeterschießen. „In einem herzzerreißendem EM-Finale verliert England“ ist noch das harmloseste, was den Engländern einfällt. Wir haben geschaut, was Trainer, Spieler und die Medien berichten.

Italien gewinnt die UEFA EURO 2020 im Wembley Stadium in London am 11.Juli 2021 gegen England. (Photo by Michael Regan / POOL / AFP)
Italien gewinnt die UEFA EURO 2020 im Wembley Stadium in London am 11.Juli 2021 gegen England. (Photo by Michael Regan / POOL / AFP)
„[Dies ist] eine großartige italienische Mannschaft, aber es ist erst der Anfang, die Azzurri können eine Ära wie Spanien und Frankreich einleiten. Wir waren England überlegen. Mancini hat einen fantastischen Job gemacht.“Der ehemalige Torhüter Dino Zoff, der 1968 den Pokal gewann und als Trainer 2000 das Finale dramatisch verlor.
„Geschichte. Es ist ein wahr gewordener Traum. Wirklich, es ist unglaublich. Wir haben eine gewisse Magie in der Luft gespürt, als wir diesen Lauf begonnen haben. Es wuchs von Tag zu Tag. Wir sahen das Bild von Cannavaro, wie er den Pokal [der FIFA-Weltmeisterschaft 2006] in den Händen hält, vor unserem geistigen Auge und es brachte uns Glück.“Chiellini darüber, was seine UEFA-Euro-Medaille bedeutet

Weitere Stimmen der Spieler und Trainer

„Es gab eine Zeit, in der es unmöglich war, an diesen Erfolg zu denken. Aber diese Truppe ist unglaublich und wunderbar. Das frühe Tor von England hat die Sache kompliziert, aber nach dieser Anfangsphase waren wir dominant. Im Elfmeterschießen braucht man Glück. Mir tut es leid für England, denn sie haben auch ein tolles Turnier gespielt.“ Roberto Mancini, Trainer von Italien:
„Das ist außergewöhnlich. Wir sind keinen Millimeter zurückgewichen. Jeder weiß, wo unsere Reise begonnen hat. Wir haben eine fantastische Mannschaft und verdienen diesen Erfolg.“Gianluigi Donnarumma, Torwart von Italien:
„Wir sind extrem enttäuscht. Die Spieler haben alles gegeben und das war heute nicht anders. Wir hatten heute gute Phasen und einige Passagen, in denen der Ball nicht gut lief. Es schmerzt sehr, die Jungs jetzt so niedergeschlagen in der Kabine zu sehen.“Gareth Southgate, Trainer von England:
„Wir hatten es heute mit einer sehr guten Mannschaft zu tun. Trotzdem haben wir den perfekten Start erwischt und vielleicht haben wir uns dann zu weit zurückgezogen. Es hatte den Anschein, als wenn wir die Kontrolle hatte und Italien kam kaum zu Möglichkeiten. In der Verlängerung waren wir besser und hatten ein paar Halbchancen. Es war ein fantastisches Turnier und wir dürfen stolz auf uns sein. Aber natürlich wird es lange weh tun.“Harry Kane, Kapitän von England:

Pressestimmen aus Italien und England

Darin fragt die Mail: „Ein Positivum in dieser verfluchten Nacht? Nur, dass es bei einer so jungen und begabten englischen Mannschaft unwahrscheinlich ist, dass es 55 Jahre dauert, bis die Nation diesen Weg wieder beschreitet.“ Doch dann wird beklagt, dass „die Furchtlosigkeit, das Selbstvertrauen, die Verleugnung historischer Traumata, von denen gesagt wurde, dass sie die DNA dieser Mannschaft sind, sie irgendwie verlassen haben“ im Moment der Wahrheit gestern Abend.

Die Titelseite des Fußballteils der Daily Mail zeigt die drei Elfmeter-Fehlversuche, die den Traum für Southgates Mannen beendeten, zusammengefasst als “ Qualen … Schmerz … Verzweiflung“.

„Ich bin enttäuscht, wie jeder andere auch, Fußball kann manchmal ein grausames, grausames Spiel sein, und ich habe es miterlebt. Leider werden sich diese Jungs heute Morgen so verletzt, so wütend, so enttäuscht fühlen und es wird ihnen eine Weile wehtun.“Alan Shearer, ehemaliger Kapitän der englischen Nationalmannschaft

The Times beginnt ihren Spielbericht: „Es kommt nicht nach Hause, noch nicht. England gab in diesem Turnier alles, wurde aber von einem alten Problem heimgesucht: von Elfmetern, der Geißel von Gareth Southgates Geschichte bei Europameisterschaften.“

„Es ist unser“, lautet die Schlagzeile im Corriere dello Sport. „Ganz Italien wird auf den Straßen feiern.“

„Die ultimative Qual“, schreibt The Daily Telegraph über einem Bild von Southgate, der Saka gestern Abend tröstet, ein Vierteljahrhundert nach seiner eigenen Elfmetertortur in Wembley, als es Tony Adams war, der die tröstende Umarmung anbot.

Und die Verbandsseite der Three Lions auf Twitter: