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Ein Duell mit Risiko: VfB bangt vor AS-Rom-Kracher um Angelo Stiller
Der VfB Stuttgart steht vor einem sportlich wie emotional aufgeladenen Duell mit der AS Rom – und muss womöglich auf einen seiner zentralen Leistungsträger verzichten. Mittelfeldchef Angelo Stiller laboriert an einer Leistenverletzung und droht auszufallen. Vor dem Europa-League-Knaller gegen den italienischen Spitzenklub stellt sich für Trainer und Verein die Frage: Risiko eingehen oder auf Nummer sicher spielen?

Klassiker mit Champions-League-Flair
Auch wenn es „nur“ Europa League ist – das Spiel gegen AS Rom fühlt sich für viele wie ein Königsklassen-Duell an. Große Namen, ein stimmungsvoller Gegner, volle Stadien. Vor allem aus sportlicher Sicht ein Highlight, denn Stuttgart bekommt es mit einem Team zu tun, das in Italien regelmäßig um die Champions-League-Plätze kämpft. Dass es sich dabei nur um ein Playoff-Spiel handelt, ändert nichts am Stellenwert. Die Partie bringt internationalen Glanz nach Stuttgart – aber eben auch Druck.
Voraussichtliche Aufstellung VfB Stuttgart
Nübel – Vagnoman, Hendriks, Chabot, Mittelstädt – Karazor, Chema – Leweling, Undav, Führich – Demirovic
Angelo Stiller: Einsatz fraglich – Risiko zu groß?
Angelo Stiller zog sich seine Leistenverletzung im Bundesligaspiel gegen Union Berlin zu. Die medizinischen Untersuchungen zeigen zwar keine strukturellen Schäden, doch der Schmerz bleibt. Am Mittwoch vor dem Abflug nach Rom wird nochmal getestet, ob der 24-Jährige belastbar genug ist. Laut Trainer Sebastian Hoeneß sind die Chancen auf einen Einsatz eher gering: „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering“, so Hoeneß, der den Fall als klassischen „Abwägung von Nutzen und Risiko“ beschreibt. Es könnte eine Reise werden, bei der Stiller mehr auf der Bank als auf dem Platz sitzt.
Alternativen im Mittelfeld: Kreative Lösungen gefragt
Sollte Stiller ausfallen, rücken andere ins Zentrum. Nikolas Nartey wäre eigentlich die erste Alternative, ist aber nur bedingt einsatzbereit und hatte zuletzt kaum Spielpraxis. Auch Bilal El Khannouss steht nicht zur Verfügung – der Neuzugang ist gesperrt. Damit liegt der Fokus auf Chema, der zwar zuletzt seltener spielte, aber im Mittelfeldzentrum taktische Stabilität geben kann. Für Hoeneß keine einfache Aufgabe: „Wir müssen eine Lösung finden, die auch kreativ sein darf“, so der Coach.
Stuttgart will mutig auftreten – auch ohne Stammkräfte
Trotz personeller Fragezeichen will der VfB selbstbewusst in die Partie gehen. Die offensive Grundausrichtung bleibt erhalten, mit Spielern wie Führich, Undav und Millot kann Stuttgart auch gegen einen namhaften Gegner für Gefahr sorgen. Rom wird als Favorit in die Partie gehen, aber Stuttgart hat in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass sie auf diesem Niveau mithalten können – wenn alle Abläufe stimmen.