Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Nations-League-Finale in Madrid: DFB-Frauen wollen endlich den Titel
- 2 Entspannter Sonntag, aber der Fokus liegt auf dem Titel
- 3 Spanien entkam knapp – deutsche Abschlussschwäche bleibt ein Thema
- 4 50.000 Fans in Madrid – und eine letzte Chance für Berger?
- 5 Wück will mehr als nur eine gute Entwicklung
Nations-League-Finale in Madrid: DFB-Frauen wollen endlich den Titel
Nach dem guten, aber torlosem 0:0 im Hinspiel gegen Spanien steht für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Dienstagabend im Estadio Metropolitano das alles entscheidende Rückspiel an. Trotz der verpassten Chancen in Kaiserslautern wollen Klara Bühl und Co. gegen die Weltmeisterinnen den ersten Titel seit den Olympischen Spielen 2016 holen. Die ARD zeigt das Spiel ab 18:30 Uhr am Dienstagabend.

Entspannter Sonntag, aber der Fokus liegt auf dem Titel
Die DFB-Frauen nutzten ihren Sonntag in Madrid für einen Spaziergang durch die Stadt, Cafés und Tapas inklusive. Eine willkommene Ablenkung vom Frust über das torlose Remis im Hinspiel – doch vergessen ist nichts. Das Team von Bundestrainer Christian Wück hat sich für das Rückspiel gegen die Spanierinnen viel vorgenommen. „Jetzt erst recht“, lautet das Motto.
Mittelfeldspielerin Sjoeke Nüsken bringt es auf den Punkt: „Wir wollen das finale Finale gewinnen.“ Trotz der besseren Spielanlage und zahlreichen Chancen im Hinspiel war die mangelnde Chancenverwertung erneut ein Problem – wie schon bei der EM 2022.
UEFA Nations League Spielplan im Finale
Spanien entkam knapp – deutsche Abschlussschwäche bleibt ein Thema
Vor über 40.000 Fans auf dem Betzenberg dominierte die deutsche Elf über weite Strecken das Spiel. Doch wieder fehlte vor dem Tor die letzte Konsequenz. Die spanische Presse war sich einig: Spanien hatte Glück. „Spanien kommt in Kaiserslautern mit dem Leben davon“, schrieb die spanische Sportzeitung Marca – ein deutliches Urteil.
Trainer Wück sprach von der „alten Leier“, Verteidigerin Rebecca Knaak und Torhüterin Ann-Katrin Berger zeigten sich ebenso enttäuscht. Der Titel bleibt aber das klare Ziel. Die Euphorie und die Weiterentwicklung der Mannschaft seit dem EM-Aus gegen Spanien sollen sich nun auszahlen.

50.000 Fans in Madrid – und eine letzte Chance für Berger?
Im ausverkauften Estadio Metropolitano erwartet die deutsche Mannschaft eine stimmungsvolle Kulisse – spanischer Rekord für ein Frauen-Länderspiel. Der Druck ist groß, aber die Überzeugung ebenfalls. Janina Minge ruft zur Geschlossenheit auf: „Wir dürfen keinen Zentimeter weniger gehen. Wir können es schaffen – auch in Verlängerung oder Elfmeterschießen.“
Besonderes Augenmerk liegt auf Ann-Katrin Berger: Es könnte ihr letztes Spiel im DFB-Trikot werden. Die 35-Jährige will sich erst nach dem Finale mit Bundestrainer Wück über ihre Zukunft austauschen. Ein starkes Spiel – womöglich mit einer entscheidenden Rolle im Elfmeterschießen – könnte ihren Abschied krönen oder die Tür zur WM 2027 offen halten.
Wück will mehr als nur eine gute Entwicklung
Wück sieht seine Mannschaft auf einem „guten Weg“, betont aber, dass dieser Weg in Madrid seinen krönenden Abschluss finden soll. Schon das Halbfinale gegen Frankreich zeigte eine klar verbesserte Struktur im deutschen Spiel. Jetzt fehlt nur noch der Lohn.
„Wir möchten in Madrid bestehen. Erst dann sind wir zufrieden“, sagt der Bundestrainer. Der Kampfgeist ist da – ob er reicht, wird sich am Dienstagabend zeigen.