WM 2026 Gastgeberstädte: Haushaltssperre gefährdet WM-Sicherheit

US-Behörden warnen vor gravierenden Sicherheitsrisiken bei der Fußball-WM 2026 wegen einer teilweisen Haushaltssperre. Elf US-Gastgeberstädte warten weiterhin auf zugesagte Bundesmittel in Höhe von rund 900 Millionen Dollar, wodurch Vorbereitungen ins Stocken geraten. Vertreter lokaler Behörden sagten bei einer Anhörung im Sicherheitsausschuss des Repräsentantenhauses, dass ohne die Zahlungen wichtige Sicherheits- und Veranstaltungsplanungen gefährdet seien. Konkrete Folgen reichen von Personalengpässen bei der Polizei bis zur möglichen Absage von Rahmenveranstaltungen wie Fan-Festivals. Hier alle 16 Veranstaltungsorte in der Übersicht.

FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada
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Haushaltssperre bringt Vorbereitungen ins Hintertreffen

Bei der Anhörung vor dem Sicherheitsausschuss des Repräsentantenhauses berichteten lokale Verantwortliche laut BBC, die Vorbereitungen für die WM 2026 lägen aufgrund ausbleibender Bundesmittel erheblich zurück. Die Teil-Haushaltssperre blockiert demnach zugesagte Finanzhilfen, die für Sicherheitskonzepte, Einsatzplanung und infrastrukturelle Maßnahmen vorgesehen waren. Vertreter der Gastgeberstädte forderten schnelle Auszahlungen, um Zeitpläne einhalten und Behördenkooperationen sicherstellen zu können.

Fehlende Bundesmittel: konkrete Risiken für Veranstaltungen

Ray Martinez, operativer Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees in Miami, nannte einen dringenden Bedarf von 70 Millionen Dollar bis Ende März und warnte, andernfalls müssten Rahmenveranstaltungen wie das Fan-Festival abgesagt werden. Er sprach von möglichen „katastrophalen“ Folgen für die Planungen, wenn die Mittel nicht rechtzeitig bereitgestellt würden. Gleichzeitig meldete Joseph Mabin, stellvertretender Polizeichef von Kansas City, dass ohne die Finanzhilfe nicht genügend Personal zur Verfügung stehe, um während der Endrunde die Sicherheit zu gewährleisten.

WM 2026 Austragungsorte, Stadien und Spielorte - Wo wird die WM 2026 gespielt? 
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FEMA-Programm und zusätzliche Mittel

Die nationale Koordinationsstelle für Katastrophenhilfe (FEMA) im Heimatschutzministerium (DHS) hatte im November ein spezielles WM-Programm gestartet, um Gastgeberstädte finanziell zu unterstützen. Im Rahmen dieses Programms sollten zunächst 625 Millionen Dollar für Sicherheitsmaßnahmen bereitgestellt werden; im Dezember stockte die Behörde den Betrag um weitere 250 Millionen Dollar auf. Die zusätzlichen Mittel sollten unter anderem für Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren durch Drohnen eingesetzt werden.

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Betroffene Gastgeberstädte in den USA, Kanada und Mexiko

Die elf US-Spielorte — Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Los Angeles, Kansas City, Miami, New York/New Jersey, Philadelphia, San Francisco und Seattle — tragen den Großteil der Stadien für das Turnier (11. Juni bis 19. Juli). Boston, wo unter anderem England und Frankreich Vorrundenspiele sowie zwei K.-o.-Spiele erwartet werden, soll laut Bericht bereits mit einem Rückzug gedroht haben. Neben den US-Standorten kommen drei Austragungsorte in Mexiko und zwei in Kanada hinzu, die ebenfalls von den Sicherheitsvorbereitungen betroffen sind.