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DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig äußert offene Sorge um die Sicherheitslage in Mexiko und die Folgen für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli), die in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet. Rettig nennt die aktuellen Unruhen nach der Tötung des Drogenbosses Nemesio „El Mencho“ als Belastungsfaktor für die WM-Vorfreude. Gleichzeitig beunruhigen ihn die schweren Schneestürme an der US-Ostküste, die Bilder der Spielorte prägen. In der Diskussion um politische Äußerungen der Spieler setzt Rettig klare Prioritäten für die Kabinenkultur und die Mannschaft.

Rettig sorgt sich um Sicherheit in Mexiko
Andreas Rettig macht die derzeitige Sicherheitslage in Mexiko deutlich zum Thema und spricht von einer „kriegsähnlichen Situation“, die ihn vor dem Turnier beunruhigt. Nach der Tötung von Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes durch die Armee löste das offenbar mutmaßliche Bandenmitglieder zu einer Welle der Gewalt aus; am Sonntag kam es in 20 der 32 Bundesstaaten zu Ausschreitungen. Am Montag blieben in Teilen des Landes Schulen und Gerichte geschlossen, Rettig hofft, „dass sich diese kriegsähnliche Situation schnell entspannt und es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt“.
Wetterlage an US-Ostküste dämpft WM-Vorfreude
Gleichzeitig beschäftigen Rettig die Berichte über verheerende Schneestürme an der US-Ostküste, die auch Bilder von Spielorten und Infrastruktur betreffen. Diese Wetterextreme verstärken die Skepsis und nehmen der Vorfreude einen großen Teil, wie Rettig erklärt: „Unter diesem Eindruck bleibt aktuell wenig Platz für WM-Vorfreude – mehr die Hoffnung, dass sich dort für alle baldmöglichst wieder Normalität einstellt.“ Die Kombination aus Sicherheitsbedenken und extremen Wetterereignissen stellt organisatorische sowie logistische Anforderungen an Verbände und Gastgeber.
Politische Diskussionen, Kabinenkultur und Meinungsfreiheit
Rettig zieht Parallelen zu den Debatten rund um Katar, betont aber zugleich, dass solche Diskussionen „nicht in die Kabine“ gehören: „Du darfst solche Diskussionen nicht in die Kabine lassen.“ Er unterstreicht das Prinzip der Meinungsfreiheit – „jeder seine Meinung sagen“ – und verweist auf die Notwendigkeit, die Mannschaft vor Ablenkung zu schützen. Den Kapitän hat der DFB bereits eingebunden: „Wir haben mit unserem Kapitän Joshua Kimmich schon gesprochen: Wer sich äußern will, macht das; wer nicht, auch ok.“