Fußball heute: Dortmund dreht nach „deutlicher“ Halbzeitansprache das Spiel gegen den HSV

Borussia Dortmund zeigte nach einer katastrophalen ersten Halbzeit eine deutliche Reaktion und gewann noch 3:2 gegen den Hamburger SV. Nach einem 0:2-Rückstand drehte der BVB das Spiel durch zwei verwandelte Elfmeter und einen Treffer aus dem Spiel heraus – ein klassischer Fall, in dem Dortmund dreht das Spiel gegen den HSV. Trainer Niko Kovac bezeichnete seine Halbzeitansprache als „deutlich“ und forderte mehr Konstanz. Sportdirektor Sebastian Kehl lobte insbesondere die zweite Halbzeit und ordnete die Partie im Kontext der Saisonziele ein.

Serhou Guirassy von Borussia Dortmund wird am 21. März 2026 beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Hamburger SV im Signal Iduna Park in Dortmund von Jordan Torunarigha des Hamburger SV bedrängt. Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images
Serhou Guirassy von Borussia Dortmund wird am 21. März 2026 beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Hamburger SV im Signal Iduna Park in Dortmund von Jordan Torunarigha des Hamburger SV bedrängt. Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images

Deutliche Halbzeitansprache sorgt für Wendepunkt

Niko Kovac wirkte nach dem Spiel gelassener, zeigte sich aber zugleich kritisch: „Eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit hätte ich mir von der ersten Minute an gewünscht.“ Im Sky-Interview beschrieb er seine Ansprache als „deutlich“ und verwies augenzwinkernd auf sein Sternzeichen: „Von Sternzeichen bin ich Waage und eigentlich sehr ausgeglichen. Nur wenn die Waage kippt, dann kippt sie.“ Die klare Ansage des Chefcoachs führte offenbar zu einem spürbaren Schub in der Kabine.

Spielverlauf: Von 0:2 zum 3:2

Der Spielverlauf zeigte zwei grundverschiedene Durchgänge. Hamburg ging durch Philip Otele (19.) und Albert Sambi Lokonga (38.) mit 2:0 in Führung, ehe Dortmund das Tempo anzog und die Partie drehte. Ramy Bensebaini verwandelte zwei Elfmeter (73., 84.) und Serhou Guirassy traf in der 78. Minute zum zwischenzeitlichen 2:2 – zuletzt sicherte diese Dramatik dem BVB den Sieg.

Kehl lobt zweite Halbzeit und ordnet Saison ein

Sportdirektor Sebastian Kehl hob die Leistung nach dem Seitenwechsel hervor: „Das hat den Menschen eine Menge Spaß gemacht. Wir mussten eine Reaktion zeigen und haben sie gezeigt.“ Kehl bezeichnete die zweite Halbzeit als „richtig, richtig stark“ und meinte, dass man Hamburg „an die Wand gespielt“ habe. Mit nun 61 Punkten aus 27 Spielen betont er den starken Punkteschnitt von 2,3 pro Partie, sieht die Meisterschaftschancen aber realistisch eingeschränkt, da Bayern München bei 70 Zählern liegt.

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Konstanz gefordert – Blick auf verbleibende Wettbewerbe

Trotz des Sieges bleibt die Saison durch das Ausscheiden im DFB‑Pokal und in der Champions League in begrenztem Maße enttäuschend. Kehl betonte jedoch die Zielsetzung: „Wir werden weiter Gas geben. Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen und das Maximale rauszuholen.“ Gelingt die Konstanz, könnte der BVB am Saisonende sogar mehr Punkte sammeln als in den Meisterjahren 2011 und 2012 – doch dafür sind häufiger solche zweiten Halbzeiten nötig.