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RB Leipzig hat die Rückkehr in die Champions League perfekt gemacht und den Abend direkt auf dem Rasen eingeläutet. Nach dem 2:1 gegen den FC St. Pauli schickte Ole Werner seine Profis mit dem Befehl „Trinkt!“ in die Feier, ehe sich der Coach mit Glückwünschen von Red-Bull-Fußballchef Jürgen Klopp in die verdiente Party stürzte.

Zurück auf der großen Bühne
Ausgelassen und mit dem einen oder anderen Getränk genoss der Bundesligist am Samstagabend die ersehnte Rückkehr in die Königsklasse. Werner betonte danach, der Klub sei wieder dort angekommen, „wo er sich selbst sieht und wo er auch hingehört“. Für die Sachsen bedeutet das nicht nur Prestige, sondern auch Millioneneinnahmen.
„Die Jungs sind da, wo sie sich selbst sehen und wo sie hingehören“, sagte der 38-Jährige nach dem Heimsieg. Seine erste Saison an der Seitenlinie wird er als Tabellendritter abschließen.
Raum ruft zum Feiern auf
Besonders emotional wurde es bei David Raum. Der RB-Kapitän brüllte „Trinkt heute einen“ in das Stadion-Mikrofon und sprach damit wohl auch seinen Mitspielern aus der Seele. Willi Orban ordnete den Moment ebenfalls ein und verwies auf die seltene Gelegenheit, einmal „einfach mal Gas zu geben und dann auch mal ein Gläschen mit Alkohol zu trinken“.
Der Abwehrchef gab sich bei der Frage nach seiner eigenen Trinkfestigkeit allerdings ebenso zurückhaltend wie Werner. Der Übungsleiter sagte mit Blick auf die Feierlaune, er sei „nicht im Training, deshalb will ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Aber ich gebe wie immer mein Bestes und versuche auch da zu überzeugen.“
Tabelle der Bundesliga Top 10
Europa League
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Abstieg in die 2.Liga
Europa-Conference-League-Play-offs
Werners erstes Leipzig-Jahr und der Blick nach vorn
Sportlich hat Werner in seiner Leipziger Premierensaison vor allem im Kerngeschäft überzeugt. Der holprige Start mit dem 0:6 bei Bayern München nach dem großen Umbruch im Sommer ging zwar daneben, auch im Saisonverlauf gab es Schwächephasen. Dennoch formte der 38-Jährige aus dem hochkarätig besetzten Kader wieder eine Einheit, schuf ein Wir-Gefühl und machte Talente wie Yan Diomande besser.
„Die Champions League ist der höchste Wettbewerb, in dem man im Vereinsfußball sich bewegen kann. Ich freue mich genauso wie alle anderen“, sagte Werner. Gleichzeitig ist die Zukunft bei RB noch nicht komplett geklärt. Über seinen Verbleib wurde trotz Vertrags bis 2027 zuletzt spekuliert. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer kündigte nach der gesicherten Planungssicherheit Gespräche mit Werner und dessen Berater an und stellte klar, dass grundsätzlich „immer ein Interesse, eine erfolgreiche Zusammenarbeit auch fortzuführen“ bestehe.
Kaderumbau und Ziele für Freiburg
Auch der Kader wird sich wie üblich verändern. Xaver Schlager wurde am Samstag vorerst verabschiedet, der Mittelfeldspieler hatte gegen St. Pauli als zweiter Torschütze neben Orban getroffen. Brajan Gruda ist hingegen noch nicht weg, mit seinem Stammverein Brighton & Hove Albion wird weiter nach einer Lösung gesucht. Yan Diomande soll gehalten werden, doch bei einer starken WM des Ivorers dürften lukrative Angebote folgen. Ein unmoralisches Angebot würde RB wohl genau prüfen.
Schäfer machte zugleich deutlich, dass der Klub weiterhin Transfererlöse erzielen müsse, wenn auch „nicht in dem Ausmaß vom letzten Jahr.“ Einen letzten Grund zum Feiern könnte es nach dem Saisonfinale beim SC Freiburg am Samstag um 15.30 Uhr bei Sky geben. Mit einem Sieg würde RB Leipzig einen vereinsinternen Bundesliga-Punkterekord aufstellen.