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Michael Gregoritsch hat den FC Augsburg mit einem Doppelpack weiter vom Europapokal träumen lassen. Nach dem verdienten 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach spricht vieles dafür, dass Manuel Baum als Coach bleiben darf. Die Entscheidung über die Zukunft deutete Sportdirektor Benjamin Weber bereits an.

Gregoritsch bringt den FCA auf Kurs
Vor der bebenden Ulrich-Biesinger-Tribüne ließ sich Baum noch mit Gregoritsch und seinen übrigen Profis feiern, während Weber die wohl wichtigste Weichenstellung schon vorweg nahm. „Die Ergebnisse“, sagte der Sportdirektor nach dem hoch verdienten 3:1 (2:0), „sprechen für sich.“ Damit zeichnet sich zum Ende der besten Saison seit elf Jahren ab, dass der FCA mit Baum als Chefcoach in die nächste Spielzeit geht.
Baum selbst wollte von möglichen Zukunftsgesprächen im Moment der Feier nichts wissen. Das Szenario, erklärte er, habe er vor der Fankurve „überhaupt nicht im Kopf gehabt“. Auch den Wunsch seiner Spieler, er möge bleiben, tat er mit einem Schmunzeln ab. „Wünsche kann man an Weihnachten äußern, da gibt es einen Wunschzettel.“
Europa lebt vor dem letzten Spieltag
Auf diesem Wunschzettel stand für Augsburg am Samstagnachmittag auch Europa. Ob es nach Trainerwechsel und Abstiegskampf am Ende für Platz sieben und die Conference League reicht, haben allerdings die Europa-League-Helden des SC Freiburg in der Hand. „Auf jeden Fall lebt der Traum von einem kleinen Finale bei Union Berlin“, sagte Weber mit Blick auf den 34. Spieltag. Baum kündigte an: „Da hauen wir alles rein.“
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Augsburg hält so die Chance auf die Rückkehr ins internationale Geschäft am Leben, in dem die bayerischen Schwaben bislang nur 2015/16 vertreten waren. Weber sprach angesichts der Entwicklung von einer außergewöhnlichen Phase: „Es ist absoluter Wahnsinn, was wir in den letzten Wochen auf den Platz bekommen haben, es macht unheimlich Spaß.“ Er ergänzte: „Ich freue mich, am 16. Mai anzustoßen auf eine gelungene Saison.“ Mit Baum, dann womöglich auch mit der offiziellen Bestätigung seines Verbleibs im Amt.
Gregoritsch trifft doppelt, Gladbach enttäuscht
Der FCA hatte gegen Gladbach früh Anspruch auf einen Elfmeter, als Kevin Diks gegen Anton Kade zu spät kam. Weber ärgerte sich deutlich: „Er wird in die Achillessehne getreten, ich kann nicht erklären, warum man den nicht gibt.“ Kurz darauf schlug Gregoritsch zu. Nach einer Hereingabe von Robin Fellhauer setzte er sich gegen Joe Scally durch und traf zum 1:0 in der 24. Minute.
Vier Minuten später legte der Österreicher nach, stand bei seinem zweiten Treffer aber mit der rechten Fußspitze im Abseits, sodass der erneute Jubel nicht zählte. Augsburg blieb dennoch am Drücker und erspielte sich weitere Chancen. Ein weiterer Kopfballtreffer von Fellhauer in der 68. Minute wurde wegen einer Abseitsstellung ebenfalls aberkannt.
Für die Gastgeber kam zudem hinzu, dass Dimitrios Giannoulis bereits früh mit einer Oberschenkelverletzung raus musste. Robin Fellhauer ersetzte ihn und bedankte sich in der 42. Minute mit dem 2:0. Bei diesem Treffer war Augsburg nach einer Ecke erfolgreich. Für die Partie bei Union Berlin muss der FCA zudem auf den gelbgesperrten Kristijan Jakic verzichten.
Reyna trifft spät, Augsburg feiert weiter
Auch im zweiten Durchgang blieb Augsburg spielbestimmend. Beim 3:0 half Gladbachs Keeper Moritz Nicolas unfreiwillig mit, als er die Hereingabe von Kade genau vor Gregoritschs Füße prallen ließ. Der Angreifer staubte ab und machte mit seinem sechsten Saisontor alles klar. Es waren die Treffer Nummer fünf und sechs für den Österreicher in dieser Spielzeit.
Das späte 3:1 durch Joker Giovanni Reyna in der 90.+2 Minute änderte am klaren Bild nichts mehr. Für die insgesamt enttäuschenden Gäste kam der Anschlusstreffer zu spät. Vor der Kurve war die Feier längst in vollem Gange, und daran änderte auch der kleine Schönheitsfehler nichts. Das dürfte auch für die Zukunft mit Baum gelten.