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Die DFB-Frauen richten ihren Fokus auf die WM-Qualifikation 2026, während die Vertragslage von Bundestrainer Christian Wück geklärt werden muss. Nach einem lehrreichen Jahr ohne Titel soll die Entwicklung des Teams weiter vorangetrieben werden, um bei der WM 2027 in Brasilien konkurrenzfähig zu sein. Wück betont die Wichtigkeit der vertrauensvollen Gespräche mit DFB-Sportdirektorin Nia Künzer, um den Weg in die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Vertragsverhandlungen im Fokus
Bundestrainer Christian Wück möchte die positive Entwicklung des DFB-Teams fortsetzen und hat an die DFB-Sportdirektorin Nia Künzer appelliert, die Gespräche über seinen Vertrag voranzutreiben. Aktuell ist Wücks Arbeitsvertrag bis Ende dieses Jahres gültig. „Wir haben gemeinsam eine positive Bilanz des Jahres gezogen und unsere Gespräche intensiv reflektiert“, erklärte Wück gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Die Zeichen stehen gut, dass der DFB Wücks Vertrag vor Beginn der WM-Qualifikation im März verlängern wird. Nach dem Vorbild des Männer-Bundestrainers Julian Nagelsmann, dessen Vertrag bereits vorzeitig bis 2028 ausgeweitet wurde, könnte auch Wück eine langfristige Perspektive erhalten.
WM-Qualifikation als Hauptziel
Im neuen Jahr liegt der Fokus der DFB-Frauen klar auf der WM-Qualifikation, die am 3. März in Dresden gegen Slowenien beginnt. Mit weiteren Gegnern wie Norwegen und Österreich ist der Gruppensieg das erklärte Ziel, um sich direkt für die WM zu qualifizieren. „Wir wollen den Weg, den wir eingeschlagen haben, konsequent weitergehen“, betonte Wück. Die DFB-Elf hat die Möglichkeit, sich in weiteren Testspielen auf das Turnier vorzubereiten, wenn die Play-offs vermieden werden.
Starke Basis und Teamentwicklung
Wück hat dem Nationalteam ein neues Gesicht gegeben, mit einer stabilen Spielerbasis, die unter anderem Torhüterin Ann-Katrin Berger und Abwehrchefin Janina Minge umfasst. Er hat auch Talente wie Carlotta Wamser und Franziska Kett in die Mannschaft integriert. „Die Entwicklung unseres Teams steht im Mittelpunkt. Die ersten Schritte waren groß und sichtbar, jetzt geht es um die Feinheiten“, erklärte der Chefcoach.
Trotz der Fortschritte gibt es noch Herausforderungen. Wück räumt ein, dass es bei der Umsetzung ihrer Spielidee und der Abschlussschwäche noch Verbesserungsbedarf gibt. „Wir sind noch nicht am Ende des Weges“, sagte er und appellierte an die Bundesliga-Clubs, mehr qualitativ hochwertige Spiele anzubieten, um die Spielerinnen weiterzuentwickeln.
Heim-EM als große Chance
Der Bundestrainer sieht die Heim-EM 2029 als „riesige Chance“ für den Frauenfußball in Deutschland. Diese Gelegenheit könnte dazu beitragen, das Interesse am Frauenfußball weiter zu steigern und die Rahmenbedingungen zu verbessern. „Wir haben es geschafft, im letzten Jahr mit unserer Art, Fußball zu spielen, die Menschen zu begeistern“, resümierte Wück.
Während der DFB-Frauenfußball noch bei Weitem nicht die gleiche Popularität wie die Männer hat, wird die kommende Zeit entscheidend sein, um die Grundlagen für zukünftige Erfolge zu legen.