Fußball WM 2026 Teilnehmer: Wie geht es mit dem Iran weiter?

Die Debatte um die Teilnahme des Iran an der Fußball WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada spitzt sich nach dem Angriff weiter zu. Fußball WM 2026 Teilnehmer: Wie geht es mit dem Iran weiter? Mehdi Taj, Präsident des iranischen Verbandes, beurteilt die Lage als düster und stellt die Hoffnung auf eine normale Teilnahme infrage. Aufgrund einer 40-tägigen Staatstrauer ruht inzwischen der komplette Spielbetrieb, Vorbereitungsspiele wurden abgesagt. Die FIFA kündigt an, die Entwicklung genau zu beobachten, während politische Spannungen die Planungen erschweren. Bei der WM Endrunde spielt der Iran gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland in der Gruppe G.

Die iranischen Nationalspieler vor dem Fußballspiel der Asien-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten am 1. Februar 2022. (Foto von Atta KENARE / AFP)
Die iranischen Nationalspieler vor dem Fußballspiel der Asien-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten am 1. Februar 2022. (Foto von Atta KENARE / AFP)

WM-Teilnahme des Iran: Ungewisse Perspektive

Verbandpräsident Mehdi Taj äußerte sich einen Tag nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen deutlich: „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken“, sagte er dem Sportportal Varzesh3. Taj machte die politische Dimension der Lage klar und bezeichnete den Angriff des US-angeführten Bündnisses gegen den Iran als einen Vorfall, „der nicht unbeantwortet bleiben wird“. Gleichzeitig betonte er, dass die Sicherheitslage künftig auch in sportlichen Entscheidungen eine Rolle spielen müsse.

Spielbetrieb ruht – Vorbereitungsspiele abgesagt

Im Iran gilt seitdem eine 40-tägige Staatstrauer für den getöteten iranischen Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei; deshalb ruht der Spielbetrieb komplett. Betroffen sind nicht nur Ligaspiele, sondern auch die für März angesetzten WM-Vorbereitungsspiele, die bereits abgesagt wurden. Diese Absagen beeinflussen die Wettkampfvorbereitung der Nationalmannschaft und schaffen Unsicherheiten hinsichtlich Trainingslagern, Testspiel-Terminen und der sportlichen Formentwicklung vor der WM.

FIFA will Lage „beobachten“ – Auslosung und Visa-Streit

Der Fußball-Weltverband erklärte, die Entwicklung genau beobachten zu wollen; FIFA-Generalsekretär Mattias Grafstrom nannte die oberste Priorität einen sicheren Ablauf des Turniers, bei dem alle qualifizierten Mannschaften teilnehmen können. Der Iran ist für die WM vom 11. Juni bis 19. Juli in einer Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten gesetzt. Bereits im Dezember boykottierte der Iran die Auslosung in Washington – Anlass waren nach iranischen Angaben Einreisevisa-Verweigerungen für drei Funktionäre, darunter Verbandpräsident Taj.

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Politische Signale und internationale Reaktionen

Politische Reaktionen auf die Eskalation reichen von erklärenden Statements bis zu deutlich unterschiedlichen Prioritäten: Andrew Giuliani, WM-Beauftragter des früheren US-Präsidenten Donald Trump, schrieb auf der Plattform X zum Tod von Ajatollahs: „Morgen kümmern wir uns um Fußballspiele, heute feiern wir die Chance auf Freiheit.“ Solche Äußerungen unterstreichen, wie stark geopolitische Spannungen inzwischen die Diskussion um Teilnehmerstatus, Sicherheitskonzepte und die praktische Durchführung von WM-Spielen beeinflussen.