Kurz vor Fußball-WM 2026: Gastgeber USA greift WM-Teilnehmer Iran militärisch an

Kurz vor Fußball-WM 2026: Gastgeber USA greift WM-Teilnehmer Iran militärisch an. Rund dreieinhalb Monate vor dem Turnierstart in den USA, Kanada und Mexiko kündigte US-Präsident Donald Trump auf „Truth Social“ an, dass die US-Streitkräfte eine „große Kampfoperation im Iran“ begonnen hätten — gemeinsam mit Israel. In Teheran wurden kurz vor der Erklärung Explosionen gemeldet. Die Eskalation wirft unmittelbar Fragen zur Sicherheit der WM, zu den geplanten Spielen Irans in den USA und zu möglichen Auswirkungen auf Mannschaften und Veranstaltungsorte auf. Der Iran spielt in der WM Gruppe G gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland.

Der iranische Stürmer Mehdi Taremi bei der Asien-Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar gegen die Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Iran am 7. Oktober 2021. (Foto: AFP)
Der iranische Stürmer Mehdi Taremi bei der Asien-Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar gegen die Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Iran am 7. Oktober 2021. (Foto: AFP)

US-Ankündigung: „große Kampfoperation“ gegen Iran

Donald Trump veröffentlichte ein etwa achtminütiges Video-Statement auf seiner Plattform „Truth Social“ und erklärte, die Operation ziele darauf ab, „unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime“ zu eliminieren und so das amerikanische Volk zu schützen. Er bezeichnete das Mullah-Regime als „eine bösartige Gruppe aus harten, schrecklichen Menschen“ und sprach wiederholt von einer „größeren Kampfmission“. Laut der Mitteilung koordinierten die USA die Aktionen gemeinsam mit Israel. Etwa anderthalb Stunden vor Trumps Erklärung waren bereits erste Berichte über Explosionen in der iranischen Hauptstadt Teheran bekannt geworden.

WM-Schock: US-Angriff auf den Iran & das Paradoxon „FIFA Friedenspreis“

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Ungewisse Folgen für die WM: Spielorte und Zeitplan betroffen

Der Iran hat sich für die WM 2026 qualifiziert und soll seine drei Gruppenspiele in den USA austragen. Zwei Partien sind im SoFi Stadium in Inglewood geplant, eine Begegnung soll im Lumen Field in Seattle stattfinden; konkret steht das Spiel gegen Ägypten für den 26. Juni in Seattle im Spielplan. Dennoch bleibt offen, welche direkten Konsequenzen der militärische Angriff für die Spiele, An- und Abreisen von Teams, die Sicherheit vor Ort und das Turnier-Logistikmanagement haben wird. Organisatoren, Gastgeberstädte und Sicherheitsbehörden werden kurzfristig Lagebilder und Reisepläne prüfen müssen, da die Situation derzeit nicht vorhersehbar ist.

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FIFA reagiert: Sicherheit der Teams als oberste Priorität

Die FIFA verfolgt die Entwicklungen aufmerksam und steht in engem Austausch mit den drei Gastgeberstaaten der WM — den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko. Generalsekretär Mattias Grafström äußerte in Cardiff, es sei derzeit verfrüht, konkrete Maßnahmen zu benennen: „Ich habe die Nachrichten [über den Iran] heute früh ebenso wie Sie erfahren“, sagte Grafström und betonte zugleich: „Unsere oberste Priorität bleibt ein sicherer Ablauf der Weltmeisterschaft, bei der alle teilnehmenden Mannschaften vertreten sein werden.“ Die Organisation verweist auf kontinuierliche Risikoanalysen und die enge Kommunikation mit lokalen Behörden, um Schutzkonzepte für Spieler, Offizielle und Zuschauer zu gewährleisten.