Nach der WM-Degradierung von Oliver Baumann zur Nummer zwei hinter Manuel Neuer kochen in Hoffenheim die Emotionen hoch. Die TSG-Bosse reagieren verärgert auf die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann und monieren vor allem dessen Umgang mit dem Nationaltorhüter.

Schicker kritisiert die Kommunikation
Sportgeschäftsführer Andreas Schicker nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Der 39 Jahre alte Österreicher stellte klar: „Am Ende ist es selbstverständlich die Entscheidung des Bundestrainers, wen er nominiert beziehungsweise aufstellt. Was die Kommunikation und den Stil betrifft, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.“
Damit sendet Hoffenheim ein deutliches Signal: Nicht die sportliche Wahl an sich steht im Mittelpunkt der Kritik, sondern die Art und Weise, wie Nagelsmann die Personalie Baumann gehandhabt hat. Aus Sicht der Kraichgauer war der 35-Jährige zuletzt offenbar anders eingeplant.
Neuer statt Baumann bei der WM
Brisant ist die Entwicklung auch deshalb, weil Nagelsmann dem Hoffenheimer Torhüter mit seinen elf Länderspielen zuvor mehrfach öffentlich den Rücken gestärkt hatte. Für die gesamte WM-Vorbereitung sprach der Bundestrainer Baumann das Vertrauen aus, nun bekommt beim Turnier aber doch der Rückkehrer Manuel Neuer, der künftig wieder im Bayern-Tor steht, den Vorzug.