Für die deutsche Nationalmannschaft ist Curaçao der Auftaktgegner bei der anstehenden Fußball-WM. Nun steht auch der WM-Kader des Inselstaats fest. Rückkehrer Dick Advocaat setzt dabei vor allem auf Spieler, die bereits den erfolgreichen Weg durch die Qualifikation für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada gegangen sind. Das Turnier läuft vom 11. Juni bis 19. Juli, in der WM Gruppe E trifft man dann noch auf die Elfenbeinküste und Ecuador. Curacao wird höchstwahrscheinlich eher Kanonenfutter statt ernsthafter WM-Teilnehmer sein.

Advocaat vertraut auf bekannte Kräfte
Am Montag berief der 78 Jahre alte Erfolgstrainer 26 Akteure für die erste WM-Teilnahme in der Geschichte von Curaçao. Darunter befinden sich vier Profis mit Bundesliga-Vergangenheit: Jürgen Locadia stand früher bei Hoffenheim und Bochum unter Vertrag, Riechedly Bazoer spielte einst für Wolfsburg, Tahith Chong war vor einigen Jahren nach Bremen ausgeliehen und Joshua Brenet trug ebenfalls schon das Hoffenheimer Trikot.
Hinzu kommen acht nominierte Spieler, die aktuell in den Niederlanden aktiv sind. Zu ihnen zählen Armando Obispo von der PSV Eindhoven, Deveron Fonville von NEC Nijmegen, Sherel Floranus von PEC Zwolle und Shurandy Sambo von Sparta Rotterdam.
Erstes WM-Spiel der Inselgeschichte in Houston
Advocaat hatte die Auswahl der Karibikinsel bereits in der WM-Qualifikation betreut, zog sich danach aber zurück, um sich um seine schwer erkrankte Tochter zu kümmern. Nachdem sein Landsmann Fred Rutten nach internen Querelen vor einer Woche ebenfalls hingeworfen hatte, übernahm erneut der frühere Coach von Borussia Mönchengladbach, der dort von 2004 bis 2005 an der Seitenlinie stand.
Für Curaçao beginnt das WM-Abenteuer am 14. Juni in Houston, Texas, mit dem ersten WM-Spiel der Verbandsgeschichte gegen die deutsche Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann. In Gruppe E warten außerdem Ecuador und die Elfenbeinküste, die als Côte d’Ivoire geführt wird. Der DFB-Kader soll am kommenden Donnerstag von Nagelsmann bekannt gegeben werden.