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Deniz Undav erlebt offenbar den besten Lauf seiner Stürmer-Laufbahn, doch beim Auftakt ins WM-Jahr in Basel setzte Bundestrainer Julian Nagelsmann überraschend auf Nick Woltemade. Woltemade in der 63. Minute eingewechselt, während Undav am Freitagabend vergeblich auf seinen Einsatz hoffte. Nagelsmann bezeichnete die Wahl als logische Entscheidung im Kontext des Spiels und sprach offen über taktische Gründe und psychologische Überlegungen. Die Stürmerfrage in der Nationalmannschaft bleibt damit brisant, zugleich deutet sich für Undav eine neue Chance gegen Ghana an.

Undav: Der laufende Topstürmer
Deniz Undav hat einen Lauf, wohl den besten seines Stürmer-Lebens. Nagelsmann betonte die Qualitäten des 29-Jährigen und sagte: „Deniz hat seine Qualitäten, wenn wir selbst viel kontrollierten Ballbesitz haben.“ Darüber hinaus gab der Bundestrainer zu, dass Undav „eh einen Run“ habe und sein Selbstvertrauen „für diese Woche“ nicht so leicht zu zerstören sei.
Die Entscheidung in Basel
Beim Start ins WM-Jahr in Basel gegen die Schweiz brachte Julian Nagelsmann den formschwachen Nick Woltemade von der Bank. Woltemade kam in der 63. Minute (63.) ins Spiel, während dessen Stuttgarter Konkurrent am Freitagabend vergeblich auf seinen Einsatz hoffte. Nagelsmann nannte die Maßnahme eine logische Reaktion auf das Spielgeschehen.
Taktische Begründung: Umschaltspiel und Anlaufen
„Es war ein super intensives Spiel, was das Anlaufen angeht“, erklärte Nagelsmann und ordnete die Entscheidung damit in den Spielverlauf ein. Er erläuterte den Unterschied in der Spielphilosophie: „Deniz hat seine Qualitäten, wenn wir selbst viel kontrollierten Ballbesitz haben.“ Gegen die Schweiz habe er aber einen Schwerpunkt auf dem Umschaltspiel gesehen – und daher Woltemade ins Spiel geworfen (63.).

Woltemade: Nationalmannschafts-Quote vs. Klub-Probleme
Nagelsmann verteidigte die Einwechslung mit einem Blick auf Woltemades Leistungen in der Nationalmannschaft: „Nick hat bei uns eine super Quote, in Newcastle gerade aber keinen leichten Stand“, erläuterte Nagelsmann. Damit verband der Bundestrainer die aktuelle Form des Stürmers im Klub mit seiner Zuverlässigkeit im DFB-Team.
Psychologie und Auswahl: Nagelsmann als Anti-Psychologe
Nagelsmann gab offen zu, dass seine Entscheidung gegen gängige psychologische Lehrmeinungen stehen könnte. Er sagte schmunzelnd, ein Psychologe würde „wahrscheinlich das Gegenteil von mir“ sagen, wenn er die Lage analysierte, und fügte hinzu, es sei ja das Hobby mancher Psychologen, „immer das Gegenteil von allen Trainern zu behaupten“.
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Abwägung zwischen Motivation und Fairness
Der Bundestrainer zog die mögliche Wirkung auf Undav in seine Überlegungen ein: Er hätte Undav, „einem Topstürmer, der gut drauf ist, noch weiter Selbstvertrauen“ geben können. Das hätte aber bedeutet, „einen Topstürmer, der gerade nicht ganz so gut drauf ist, fallen zu lassen“ – Woltemade. Mit dieser Abwägung erklärte Nagelsmann seine Entscheidung als bewusst und gegen gängige Erwartungen.
Ausblick: Chance gegen Ghana
Zumal sich der 29-Jährige gute Chancen ausrechnen darf, gegen Ghana am Montag (20.45 Uhr/ARD) eine besondere Chance zu bekommen – als VfB-Profi in Stuttgart.