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Ghana-Trainer Otto Addo zeigte sich nach dem 1:5 (0:1) in Wien sichtlich bedient und kritisierte vor allem die zweite Halbzeit als Hauptursache für die deutliche Niederlage. Die Partie in Österreich endete für den WM‑Teilnehmer aus Afrika in einer Demütigung, nachdem Ghana nach dem Pausenrückstand auseinanderfiel. Addo sprach offen von einer notwendigen Analyse und von „großen Lektionen“, die seine Mannschaft jetzt ziehen müsse. Bereits am Montag wartet in Stuttgart das nächste Duell gegen Deutschland (20.45 Uhr/ARD) – bis dahin muss der gebürtige Hamburger die Mannschaft wieder aufrichten.

Addos Reaktion nach dem 1:5 in Wien
Otto Addo war nach dem Spiel in der Presserunde deutlich angesäuert. „Die zweite Hälfte“, sagte Addo nach der Demütigung in Wien, „war ein großes Desaster“. Er unterstrich damit seine Kritik am Spielverlauf nach dem Seitenwechsel und machte klar, dass die Leistung im zweiten Durchgang nicht hinnehmbar war.
Den Abend beschrieb der ghanaische Übungsleiter als schwierig und enttäuschend: „Es war ein schwieriger Abend. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt so verloren haben. Es ist wirklich enttäuschend“, sagte Addo. Gleichzeitig forderte er mehr Intensität und eine schnelle Reaktion seiner Mannschaft vor dem nächsten Spiel.
Spielverlauf und Torschützen
Ghana ging mit einem Pausenrückstand in die Kabine: Marcel Sabitzer, als Dortmunder geführt, traf noch vor der Halbzeit zum 0:1. Nach dem Seitenwechsel brach der WM‑Teilnehmer aus Afrika auseinander und Österreich nutzte die sich bietenden Räume konsequent.
Für Österreich trafen nach dem Wechsel zunächst der Augsburger Michael Gregoritsch und dann Stefan Posch vom FSV Mainz 05. Zudem erzielte der Dortmunder Debütant Carney Chukwuemeka ein Tor, und der Leipziger Nicolas Seiwald machte das 5:1-Endergebnis perfekt. Addo bewertete dabei den Spielverlauf klar: „Das zweite Tor war ein Geschenk, dann ist es schwierig hier in Österreich.“

Analyse: Fehler, Intensität und die Lehren
Addo nannte konkreten Handlungsbedarf: „Die zweite Hälfte war nicht gut genug von uns. Jeder spielt um die WM, wir müssen intensiver sein. Wir haben große Lektionen zu lernen“, sagte er. In seiner Einordnung bezog sich der ghanaische Trainer auf die fehlende Kompaktheit und Intensität nach dem Seitenwechsel.
Die Aussage spiegelt die Notwendigkeit taktischer Anpassungen und mentaler Stabilität wider; der Übungsleiter forderte, dass seine Mannschaft die Fehler analysiert und kurzfristig behebt, da die WM‑Vorbereitung keine langen Pausen erlaubt.

Blick voraus: Stuttgart, Deutschland und Kontext
Bereits am Montag trifft Ghana in Stuttgart auf Deutschland (20.45 Uhr/ARD). Bis dahin muss Addo seine Mannschaft wieder aufrichten und Antworten auf das starke Auftreten der Österreicher finden. Die Begegnung ist für den WM‑Teilnehmer aus Afrika eine Gelegenheit zur Reaktion, zugleich aber auch eine große Herausforderung gegen einen traditionellen Top‑Favoriten.
Der 50‑jährige Addo, ein gebürtiger Hamburger und ehemaliger Bundesliga‑Profi, zeigte großen Respekt vor dem kommenden Gegner. „Deutschland ist immer für einen Titel gut, ich rechne immer mit Deutschland“, sagte der 50-Jährige dem SID und fügte an: „Deutschland ist immer oben mit dabei, hat sehr, sehr gute Spieler, einen sehr, sehr guten Trainer.“