WM 2026: Wieviel zahlen ARD & ZDF für TV-Rechte der 60 WM-Spiele?

Für 60 WM Spiele der FIFA WM 2026 überweisen ARD und ZDF zusammen rund 152 Millionen Euro an die Deutsche Telekom als Rechteinhaber – jeweils etwa 76 Millionen Euro pro Sender. In der Summe ist die Umsatzsteuer bereits enthalten. Die Zahlung betrifft die Sublizenz für 60 Live-Übertragungen der Weltmeisterschaft 2026, die die Telekom ursprünglich komplett erworben hatte.

Deutschlands Cheftrainer Julian Nagelsmann (C) zusammen mit ARD Moderatoren Bastian Schweinsteiger und Esther Sedlacek vor dem Fußballspiel der UEFA Euro 2024 Gruppe A zwischen der Schweiz und Deutschland in der Frankfurt Arena in Frankfurt am Main am 23. Juni 2024. (Foto: JAVIER SORIANO / AFP)
Deutschlands Cheftrainer Julian Nagelsmann (C) zusammen mit ARD Moderatoren Bastian Schweinsteiger und Esther Sedlacek vor dem Fußballspiel der UEFA Euro 2024 Gruppe A zwischen der Schweiz und Deutschland in der Frankfurt Arena in Frankfurt am Main am 23. Juni 2024. (Foto: JAVIER SORIANO / AFP)

Wie viel zahlen ARD & ZDF für die 60 WM-Spiele?

Die Lizenzsumme für die Sublizenz beläuft sich demnach auf rund 152 Millionen Euro brutto, die ARD und ZDF jeweils zur Hälfte tragen. Damit zahlt jeder öffentlich-rechtliche Sender ungefähr 76 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer an die Deutsche Telekom als Rechteinhaber. Diese Angaben stammen aus Recherchen des Evangelischen Pressedienstes; konkrete Vertragsdetails bleiben vertraulich. Die Höhe der Sublizenz zeigt, wie teuer nationale TV-Rechte für Großereignisse mittlerweile gehandhabt werden.

Was deckt die Sublizenzierung ab?

Die Vereinbarung erlaubt ARD und ZDF jeweils die Live-Übertragung von 30 WM-Partien, also zusammen 60 Begegnungen. Zum Sublizenz-Paket gehören explizit alle deutschen Spiele, das Eröffnungsspiel, die beiden Halbfinals sowie das Endspiel; darüber hinaus dürfen beide Sender zu allen Partien Zusammenfassungen ausstrahlen. Für die ARD ist zusätzlich eine Audioberichterstattung über alle WM-Spiele eingeschlossen, während die Telekom sämtliche 104 WM-Partien in ihrem Bezahlangebot MagentaTV übertragen wird. Diese Aufteilung regelt das Rechtepaket zwischen Rechteinhaber und den öffentlich-rechtlichen Anstalten.

Telekom, SportA und die Rechtevergabe

Die Deutsche Telekom hatte im Mai 2025 sämtliche Übertragungsrechte für den deutschen Markt vom Weltverband FIFA gekauft und plant, alle 104 Partien der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko über MagentaTV anzubieten. Im Oktober des vergangenen Jahres einigte sich die Telekom mit der SportA, der Rechteagentur von ARD und ZDF, auf eine Sublizenzierung des Rechtepakets. Dadurch gewährten die Rechteinhaber den öffentlich-rechtlichen Sendern ausgewählte Live-Rechte und behielten gleichzeitig die Verbreitung der kompletten Turnier-Übertragungen in ihrem Bezahlangebot. Die zeitliche und territoriale Dimension der Rechte spiegelt die gängige Praxis bei großen Sportereignissen wider.

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Vertraulichkeit und Stellungnahmen

Weder ARD noch ZDF oder die Deutsche Telekom gaben auf Nachfrage inhaltliche Angaben zu den Vertragsmodalitäten. Alle drei Seiten verwiesen darauf, dass die Vereinbarungen und finanziellen Details vertraulich behandelt werden. Damit bleiben genaue Klauseln zur Sublizenzierung, Zahlungsmodalitäten und etwaigen Zusatzleistungen öffentlich nicht einsehbar.