Nach Faustschlag: Saragossas Torwart Andrada darf lange Urlaub machen

Esteban Andrada von Real Saragossa ist nach seinem Ausraster für 13 Spiele gesperrt worden. Der spanische Fußballverband RFEF verhängte die Strafe gegen den 35 Jahre alten Argentinier, der im Zweitliga-Abstiegsduell bei SD Huesca die Kontrolle verlor. Zunächst hatte er Gelb-Rot gesehen, danach folgten zwölf weitere Partien Sperre wegen grober Tätlichkeit.

Torhüter Esteban Andrada von CF Monterrey reagiert im Achtelfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 gegen Borussia Dortmund im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta am 1. Juli 2025. (Alex Grimm / Getty Images)
Torhüter Esteban Andrada von CF Monterrey reagiert im Achtelfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 gegen Borussia Dortmund im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta am 1. Juli 2025. (Alex Grimm / Getty Images)

Faustschlag im Derby von Aragonien

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in einem Derby der Region Aragonien. Saragossa lag in der achten Minute der Nachspielzeit mit 0:1 zurück und drängte noch auf den Ausgleich, als der Schiedsrichter eine Szene per VAR überprüfen wollte. Andrada sprach in diesem Moment auf den Unparteiischen ein, ehe sich Huesca-Kapitän Jorge Pulido dem Keeper entgegenstellte und von ihm heftig weggestoßen wurde.

Unmittelbar danach sah Andrada Gelb-Rot und verlor anschließend völlig die Nerven. Mit einem Faustschlag streckte er Pulido zu Boden, worauf es auf dem Platz zu Tumulten kam. Zwischenzeitlich griff sogar die Polizei ein, bevor sich die Lage erst nach einigen Minuten und zwei weiteren Platzverweisen beruhigte.

Strafe mit historischem Ausmaß

Der Eklat wurde in ganz Spanien intensiv diskutiert. Fernsehsender zeigten die Szene immer wieder und kommentierten sie ausführlich, während mehrere Sportzeitungen die nun verhängte Sperre als „historisch“ einordneten. Für Andrada bedeutet das eine lange Pause vom Spielbetrieb, nachdem er bereits durch den Platzverweis automatisch eine Partie verpasst.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

Andrada zeigt Reue

Nach der Partie gab sich der Torwart reumütig. „Ich bereue zutiefst, was geschehen ist“, sagte der sichtlich betroffene Argentinier. So etwas sei ihm in seiner Karriere noch nie passiert. „Ich möchte mich bei Jorge Pulido entschuldigen, weil wir Kollegen sind. Ich habe in diesem Moment den Kopf verloren und bin hier, um mich dem zu fügen, was LaLiga sagt.“