FIFA Wiederwahl garantiert? Auch Afrikaner unterstützen mögliche Infantino-Wiederwahl

Gianni Infantino erhält vor einer möglichen dritten Amtszeit als FIFA-Präsident breite Rückendeckung aus Afrika. Der Afrikanische Fußballverband CAF teilte am Donnerstag mit, dass sich seine Mitgliedsverbände auf einer Sitzung vor dem FIFA-Kongress in Vancouver „einstimmig“ für eine Wiederwahl des Amtsinhabers ausgesprochen hätten.

FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentiert am 29. Januar 2026 beim US Conference of Mayors in Washington D.C. den WM-Pokal und wirbt damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Getty Images
FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentiert am 29. Januar 2026 beim US Conference of Mayors in Washington D.C. den WM-Pokal und wirbt damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Getty Images

Rückhalt aus Afrika und Südamerika

Infantino hat seine Kandidatur für die Periode von 2027 bis 2031 bislang noch nicht offiziell bestätigt. Dennoch stellt sich nach dem Votum aus Afrika nun auch ein weiterer Kontinentalverband klar hinter den Schweizer. Bereits Anfang April hatte sich der Südamerikanische Fußballverband CONMEBOL öffentlich für eine weitere Amtszeit des 56-Jährigen positioniert.

Der Vorstoß aus Südamerika stand offenbar auch im Zusammenhang mit den Diskussionen um eine mögliche Aufstockung der WM 2030 auf 64 Teams. Nach aktuellem Stand sollen zum Auftakt drei Spiele in Paraguay, Uruguay und Argentinien stattfinden. Bei einer Erweiterung würden sich zudem Chancen auf weitere Partien in Südamerika eröffnen, obwohl das Turnier ansonsten in Spanien, Portugal und Marokko über die Bühne gehen soll.

Infantino fest im FIFA-System verankert

Infantino führte die FIFA 2016 nach Joseph Blatter an. 2019 und 2023 wurde er jeweils ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Dank einer vor vier Jahren vom Council des Weltverbandes beschlossenen Statutenänderung, an der auch DFB-Chef Bernd Neuendorf beteiligt war, kann der Funktionär bis 2031 im Amt bleiben.

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Unter der Führung des 56-Jährigen verzeichnete die FIFA Rekordeinnahmen, zugleich hat Infantino seine Machtposition im Weltverband ausgebaut und abgesichert. Kritischer wurde es zuletzt vor allem wegen seiner engen Beziehung zu US-Präsident Donald Trump, die ihm neue Angriffsflächen verschaffte.

Kritik bleibt die Ausnahme

Die Organisation Fair Square reichte deshalb bei der hauseigenen Ethikkommission eine Beschwerde ein und verwies dabei auf mögliche Verstöße gegen die politische Neutralität. Erst jüngst stellte sich auch der norwegische Verband hinter diese Eingabe. Ansonsten ist aus den FIFA-Mitgliedsverbänden kaum Widerspruch gegen Infantino zu hören.