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Von Gedenken über Gänsehaut bis zu Rekordquoten reichte die deutsche Fußball-Nacht mit Blick über den Atlantik. Cristiano Ronaldo erinnerte an Diogo Jota, Ralf Rangnick staunte über Rodri, und Erling Haaland sorgte in Dallas mit einem Cowboy-Trip für Aufsehen. Sportlich blieb für Österreich gegen Spanien wenig übrig, während die USA bei der Übertragung ihres Achtelfinaleinzugs neue TV-Bestmarken setzten.

Ronaldo denkt an Jota, Rangnick schwärmt von Rodri
Cristiano Ronaldo trug für die Ehrenrunde das Trikot mit der Nummer 21, also jene Rückennummer, die der ein Jahr zuvor verstorbene Diogo Jota in der portugiesischen Nationalmannschaft getragen hatte. Nach dem 2:1 gegen Kroatien, bei dem Ronaldo per Strafstoß den Ausgleich erzielt hatte, schrieb er bei Instagram: „Wir haben für uns, für Diogo und für Portugal gewonnen!!! Vamos!“ Zufällig fiel die Partie auf den ersten Todestag seines früheren Teamkollegen und Freundes. Jota war beim Anpfiff fast auf die Minute genau vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall gestorben.
Auch in Wien und Wiens Fußballumfeld wurde genau hingeschaut, allerdings nicht nur auf den Titelträger. Nach dem 0:3 der Österreicher gegen Spanien bekam Lamine Yamal die offizielle Auszeichnung als „Mann des Spiels“. Ralf Rangnick war jedoch vor allem von einem anderen Europameister beeindruckt. „Ich sage ganz ehrlich, wenn mich jetzt jemand gefragt hätte, wer Man of the Match war, dann heißt der Rodri. Rodri habe ich zum ersten Mal gesehen in einem Spiel, das war schon außergewöhnlich“, sagte der Teamchef und ergänzte: „So eine Leistung von einem Spieler auf dieser Position habe ich live so noch nie erlebt.“
WM Ergebnisse von gestern und heute
Haaland im Wilden Westen von Dallas
Erling Haaland wechselte nach dem Einzug ins WM-Achtelfinale kurzzeitig den Look und war in Dallas mit Cowboyhut, Stiefeln und Hemd unterwegs. Sein spontaner Besuch im Westernladen „Wild Bill’s“ brachte dem Geschäft laut Besitzerin Julie Newport enormen Zulauf. „Er sagte, das sei buchstäblich seine einzige Chance in Dallas“, berichtete sie über den Norweger, der mit einigen Teamkollegen vorbeischaute. Bilder des Abstechers stellte Haaland selbst in den sozialen Medien ein.
Newport sagte dem Sender ABC außerdem, dass inzwischen Menschen aus aller Welt genau die Treppe fotografieren und nachstellen wollten, auf der Haaland posiert hatte. „Als ich nach Hause kam, hatte er es schon veröffentlicht“, erklärte sie. „Innerhalb einer Stunde geriet die Sache völlig außer Kontrolle.“ Yee-haw

Österreichs bittere Grenze
Für Österreich endete die erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren im Sechzehntelfinale, und zwar mit einer klaren Erkenntnis. Gegen Spanien war die Weltspitze deutlich entfernt, das 0:3 in Los Angeles fiel entsprechend verdient aus. Zwar sorgte Marko Arnautovic in der Kabine noch einmal für einen emotionalen Moment, als er nach seinem letzten Einsatz im Nationaltrikot zu den Kollegen sprach und damit laut Ralf Rangnick eine „besonders berührende Atmosphäre“ schuf. Doch beim Verlassen des SoFi Stadiums mit hängendem Kopf spiegelte Arnautovic die Stimmung im ÖFB-Lager nur noch wider.

US-Rekorde
Gleichzeitig setzte die US-Nationalmannschaft bei ihrem Achtelfinal-Einzug gegen Bosnien-Herzegowina auch medial neue Maßstäbe. Die englische Übertragung bei Fox verfolgten im Schnitt rund 24,3 Millionen Menschen, ein Rekord für ein Fußballspiel in den Vereinigten Staaten. In der Spitze waren es sogar 31,9 Millionen Zuschauer. Das Sechzehntelfinale in Santa Clara erreichte damit noch deutlich mehr Menschen als das WM-Eröffnungsspiel der US-Boys gegen Paraguay mit 16 Millionen.
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Auf den spanischsprachigen Kanälen von Telemundo kamen am Mittwoch Ortszeit weitere neun Millionen hinzu. Zusammen lag die Reichweite damit bei über 33 Millionen und damit aus US-Sicht auf einem Niveau, das mit Playoff-Spielen in der NFL vergleichbar ist und mehr Menschen erreichte als die meisten Finalserien in der MLB oder NBA.