Fußball heute Ergebnis: Spanien eine Nummer zu groß, Aus für Rangnicks Österreicher

Spanien hat Ralf Rangnick und Österreich im WM-Achtelfinale klar in die Schranken gewiesen und sich mit einem verdienten 3:0-Erfolg erstmals seit dem Titelgewinn 2010 wieder ein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gesichert. In Los Angeles entschied der Europameister um Ausnahmekönner Lamine Yamal die Partie gegen die ÖFB-Auswahl souverän für sich und trifft nun am Montag in Dallas auf Portugal oder Kroatien. Für die Österreicher ist die erste WM seit 28 Jahren dagegen beendet, und zwar mit erhobenem Haupt.

Spaniens Rechtsverteidiger Pedro Porro (Nummer 12) bejubelt gemeinsam mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:0 im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Österreich am 2. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien. Charlotte Wilson / Getty Images
Spaniens Rechtsverteidiger Pedro Porro (Nummer 12) bejubelt gemeinsam mit seinen Teamkollegen den Treffer zum 2:0 im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Österreich am 2. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien. Charlotte Wilson / Getty Images
Weltmeisterschaften
2.7.2026
- 21:00
Spanien
2.80
xG
0.49
3 0
Österreich

Rangnicks Team hatte sich erst mit einem Last-Minute-Tor im turbulenten Gruppenfinale gegen Algerien, das 3:3 endete, überhaupt für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Gegen die spielstarken Spanier blieb die Auswahl aus der Alpenrepublik jedoch chancenlos, auch wenn Torhüter Alexander Schlager mit mehreren Paraden eine noch deutlichere Niederlage verhinderte. Mikel Oyarzabal traf doppelt, Pedro Porro setzte ebenfalls einen Treffer, und die Furia Roja hält in Nordamerika weiter den eigenen Kasten sauber.

Spaniens Stürmer Mikel Oyarzabal (Nummer 21) feiert ausgelassen mit Gavi auf dem Rasen, nachdem er den Treffer zum 3:0 erzielt hat – im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Österreich am 2. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien. Charlotte Wilson / Getty Images
Spaniens Stürmer Mikel Oyarzabal (Nummer 21) feiert ausgelassen mit Gavi auf dem Rasen, nachdem er den Treffer zum 3:0 erzielt hat – im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Spanien und Österreich am 2. Juli 2026 im Los Angeles Stadium in Inglewood, Kalifornien. Charlotte Wilson / Getty Images

Spanische Dominanz von Beginn an

Schon vor dem Anpfiff hatte Rangnick erklärt, gegen die scheinbar übermächtigen Spanier werde es ein Spiel brauchen, „in dem wir tatsächlich über uns hinauswachsen“. Er sei aber fest davon überzeugt, „dass wir das können“. Um Dribbelkünstler Yamal zu bremsen, stellte der ÖFB-Coach Bayern-Profi Konrad Laimer links in die Abwehr. Dennoch bekam Österreich den 18-Jährigen nur selten in den Griff.

Yamal suchte früh den Abschluss und prüfte Schlager bereits in der zweiten Minute zum ersten Mal. Wenig später heizte er nach einem weiteren Angriff die spanischen Fans mit Gesten an. Auch Dani Olmo kam nach acht Minuten zu einem vielversprechenden Versuch, doch der Schuss wurde geblockt. Spanien dominierte Ballbesitz und Rhythmus, fand zunächst aber nicht den letzten Pass in die gefährliche Zone. Österreich setzte dem nur vereinzelt etwas entgegen, etwa als Michael Gregoritsch in der 18. Minute eine Flanke knapp verpasste.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:
Spanien
U S U S S
3 : 0
2.80
xG
0.49
Endergebnis
Österreich
S S S N U
Mikel Oyarzabal
36'
Pedro Porro
66'
Mikel Oyarzabal
89'
23
Unai Simón
24
Marc Cucurella
14
Aymeric Laporte
22
Pau Cubarsí
12
Pedro Porro
20
Pedri
16
Rodri
15
Álex Baena
10
Dani Olmo
19
Lamine Yamal
21
Mikel Oyarzabal
1
Alexander Schlager
20
Konrad Laimer
8
David Alaba
3
Kevin Danso
5
Stefan Posch
4
Xaver Schlager
6
Nicolas Seiwald
9
Marcel Sabitzer
24
Paul Wanner
18
Romano Schmid
11
Michael Gregoritsch
field field
Tore
66'

Oyarzabal trifft, Schlager verhindert Schlimmeres

Die Spanier erhöhten anschließend den Druck weiter. Ein vermeintlicher Treffer von Marc Cucurella nach einer Ecke zählte in der 30. Minute nicht, weil Schlager im Fünfmeterraum behindert worden war. Schiedsrichter Glenn Nyberg aus Schweden traf damit eine harte Entscheidung. Kurz darauf zeigte Österreichs Schlussmann jedoch seine Klasse und parierte gegen Oyarzabal weltklasse in der 33. Minute.

Nur wenige Augenblicke später schlug der Real-Profi aus San Sebastián dann doch zu, nachdem ihn Cucurella per Pass in Szene gesetzt hatte. Die Führung zur Pause hätte sogar höher ausfallen können. Alex Baena traf bei einem Freistoß nur die Latte, und Yamal scheiterte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte im Nachschuss an Schlager.

Die Startelf Österreichs stellt sich vor dem Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Spanien zum Mannschaftsfoto auf. Aufgenommen im Los Angeles Stadium am 2. Juli 2026 in Inglewood. (Michael Steele / Getty Images)
Die Startelf Österreichs stellt sich vor dem Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Spanien zum Mannschaftsfoto auf. Aufgenommen im Los Angeles Stadium am 2. Juli 2026 in Inglewood. (Michael Steele / Getty Images)

Porro macht den Deckel drauf

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Spanien ließ den Ball weiterhin sicher durch die eigenen Reihen laufen, Rodri zwang Schlager in der 54. Minute mit einem abgefälschten Schuss zu keiner echten Parade, verfehlte das Ziel aber nur knapp. Österreich kam offensiv kaum noch zur Geltung, meldete sich aber bei einem der wenigen Umschaltmomente gefährlich zurück, als der eingewechselte Sasa Kalajdzic in der 61. Minute für Gefahr sorgte.

Die Entscheidung fiel wenig später, als Porro per Kopf auf 2:0 stellte und damit die Partie praktisch entschied. Den Schlusspunkt setzte erneut Oyarzabal in der 89. Minute mit seinem zweiten Treffer. Spanien blieb damit in Nordamerika ohne Gegentor und jagt weiter dem zweiten Stern hinterher, ist zugleich aber gewarnt: Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 war jeweils im Achtelfinale Endstation.