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Spanien hat Ralf Rangnick und Österreich im WM-Achtelfinale klar in die Schranken gewiesen und sich mit einem verdienten 3:0-Erfolg erstmals seit dem Titelgewinn 2010 wieder ein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gesichert. In Los Angeles entschied der Europameister um Ausnahmekönner Lamine Yamal die Partie gegen die ÖFB-Auswahl souverän für sich und trifft nun am Montag in Dallas auf Portugal oder Kroatien. Für die Österreicher ist die erste WM seit 28 Jahren dagegen beendet, und zwar mit erhobenem Haupt.

Rangnicks Team hatte sich erst mit einem Last-Minute-Tor im turbulenten Gruppenfinale gegen Algerien, das 3:3 endete, überhaupt für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Gegen die spielstarken Spanier blieb die Auswahl aus der Alpenrepublik jedoch chancenlos, auch wenn Torhüter Alexander Schlager mit mehreren Paraden eine noch deutlichere Niederlage verhinderte. Mikel Oyarzabal traf doppelt, Pedro Porro setzte ebenfalls einen Treffer, und die Furia Roja hält in Nordamerika weiter den eigenen Kasten sauber.

Spanische Dominanz von Beginn an
Schon vor dem Anpfiff hatte Rangnick erklärt, gegen die scheinbar übermächtigen Spanier werde es ein Spiel brauchen, „in dem wir tatsächlich über uns hinauswachsen“. Er sei aber fest davon überzeugt, „dass wir das können“. Um Dribbelkünstler Yamal zu bremsen, stellte der ÖFB-Coach Bayern-Profi Konrad Laimer links in die Abwehr. Dennoch bekam Österreich den 18-Jährigen nur selten in den Griff.
Yamal suchte früh den Abschluss und prüfte Schlager bereits in der zweiten Minute zum ersten Mal. Wenig später heizte er nach einem weiteren Angriff die spanischen Fans mit Gesten an. Auch Dani Olmo kam nach acht Minuten zu einem vielversprechenden Versuch, doch der Schuss wurde geblockt. Spanien dominierte Ballbesitz und Rhythmus, fand zunächst aber nicht den letzten Pass in die gefährliche Zone. Österreich setzte dem nur vereinzelt etwas entgegen, etwa als Michael Gregoritsch in der 18. Minute eine Flanke knapp verpasste.
Oyarzabal trifft, Schlager verhindert Schlimmeres
Die Spanier erhöhten anschließend den Druck weiter. Ein vermeintlicher Treffer von Marc Cucurella nach einer Ecke zählte in der 30. Minute nicht, weil Schlager im Fünfmeterraum behindert worden war. Schiedsrichter Glenn Nyberg aus Schweden traf damit eine harte Entscheidung. Kurz darauf zeigte Österreichs Schlussmann jedoch seine Klasse und parierte gegen Oyarzabal weltklasse in der 33. Minute.
Nur wenige Augenblicke später schlug der Real-Profi aus San Sebastián dann doch zu, nachdem ihn Cucurella per Pass in Szene gesetzt hatte. Die Führung zur Pause hätte sogar höher ausfallen können. Alex Baena traf bei einem Freistoß nur die Latte, und Yamal scheiterte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte im Nachschuss an Schlager.

Porro macht den Deckel drauf
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Spanien ließ den Ball weiterhin sicher durch die eigenen Reihen laufen, Rodri zwang Schlager in der 54. Minute mit einem abgefälschten Schuss zu keiner echten Parade, verfehlte das Ziel aber nur knapp. Österreich kam offensiv kaum noch zur Geltung, meldete sich aber bei einem der wenigen Umschaltmomente gefährlich zurück, als der eingewechselte Sasa Kalajdzic in der 61. Minute für Gefahr sorgte.
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Die Entscheidung fiel wenig später, als Porro per Kopf auf 2:0 stellte und damit die Partie praktisch entschied. Den Schlusspunkt setzte erneut Oyarzabal in der 89. Minute mit seinem zweiten Treffer. Spanien blieb damit in Nordamerika ohne Gegentor und jagt weiter dem zweiten Stern hinterher, ist zugleich aber gewarnt: Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 war jeweils im Achtelfinale Endstation.