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Deutschland hat bei der laufenden WM 2026 vorzeitig das Ticket als Gruppensieger gelöst. Möglich wurde das durch das 0:0 zwischen Ecuador und Curacao, das den Deutschen in Gruppe E den ersten Platz bereits vor dem letzten Vorrundenspiel sicherte. Damit steht auch fest: Das Sechzehntelfinale steigt am 29. Juni in Foxborough bei Boston, der Gegner wird ein Gruppendritter aus den Gruppen A, B, C, D oder F sein.

DFB-Team mit perfekter Ausgangslage
Nach dem klaren 7:1 zum Auftakt gegen Curacao hatte die Mannschaft von Julian Nagelsmann auch ihre zweite Partie gegen die Elfenbeinküste mit 2:1 gewonnen. Den entscheidenden Treffer erzielte Super-Joker Deniz Undav. Die deutsche Auswahl ist damit sportlich schon vor dem letzten Gruppenspiel durch und kann die nächste Runde planen.

Eloy Room sorgt für WM-Rekord
Beim torlosen Remis zwischen Ecuador und Curacao rückte vor allem ein Mann in den Mittelpunkt: Eloy Room. Der 37 Jahre alte Schlussmann von Curacao, der beim 1:7 gegen Deutschland noch schwer unter die Räder gekommen war, hielt gegen den kommenden deutschen Gegner Ecuador herausragend und stellte dabei sogar einen WM-Rekord auf. Mit 15 Paraden in 90 Minuten plus Nachspielzeit hat seit Beginn der Datenerfassung bei der WM 1966 noch kein Torhüter zuvor eine solche Zahl erreicht.
Nur ein Keeper kam jemals auf einen besseren Einzelwert: Tim Howard verzeichnete 2014 für die USA im Viertelfinale gegen Belgien eine Parade mehr. Allerdings ging diese Partie erst in der Verlängerung zu Ende.

Ecuador unter Druck, Niederlande und Iran ebenfalls im Fokus
Abgesehen von Rooms starkem Auftritt war der Abend aus ecuadorianischer Sicht ernüchternd. Die Südamerikaner brachten 28 Torschüsse zustande, blieben aber offensiv viel zu harmlos. Schon zum Auftakt hatte es gegen die Elfenbeinküste eine 0:1-Niederlage gegeben, weshalb „El Tri“ im Duell mit Deutschland nun erheblich unter Druck steht. Nur mit einem Sieg gegen die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann bleibt Ecuador bei dieser WM im Rennen.
Auch abseits der deutschen Gruppe gab es bemerkenswerte Nachrichten. Nach dem 5:1 der Niederlande gegen Schweden reagierte König Willem-Alexander mit einem ironischen Seitenhieb auf die umstrittene Verleihung des FIFA-Friedenspreises an US-Präsident Donald Trump. Er habe FIFA-Präsident Gianni Infantino, der neben ihm saß, „vielleicht ein paar Vorschläge für den Friedensnobelpreis der kommenden Jahre gemacht“, sagte er lachend dem Sender NOS, der diese Bemerkung als „bemerkenswert geistreich“ einordnete.
Der Iran darf derweil offenbar auf Erleichterung bei der Anreise hoffen. Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Belgien am Sonntag in Los Angeles erklärte Trainer Amir Ghalenoei, dass sein Team „anscheinend erlaubt, schon früher zum dritten Spiel nach Seattle zu fahren“. Dazu fügte er hinzu: „Ich wünschte nur, sie hätten uns das auch schon bei den ersten beiden Spielen erlaubt.“