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Die Schweiz hat das Wiedersehen mit Ex-Coach Vladimir Petkovic für sich entschieden und bleibt im Rennen um die beste WM ihrer Geschichte. In Vancouver setzte sich die Mannschaft um Kapitän Granit Xhaka im Sechzehntelfinale gegen Algerien mit 2:0 (1:0) durch und machte damit einen großen Schritt Richtung Viertelfinale. Breel Embolo brachte die Nati früh in Führung, Dan Ndoye legte direkt nach der Pause nach.
Blitzstart und frühe Kontrolle
Die Schweizer feierten damit ihren ersten K.-o.-Sieg bei einer Weltmeisterschaft seit dem Zweiten Weltkrieg. Den Ausschlag gaben zwei schnelle Angriffe: Johan Manzambi setzte sich beim ersten Vorstoß gegen Aissa Mandi durch und legte von der Grundlinie auf Embolo ab, der in der 10. Minute nur noch einschieben musste. Algerien, das zunächst besser in die Partie gefunden hatte, musste damit einem frühen Rückstand hinterherlaufen.
Die Nordafrikaner hatten sich erst durch das dramatische 3:3 im letzten Gruppenspiel gegen Österreich als letztes Team für die K.-o.-Phase qualifiziert. Gegen die als Favorit angereiste Schweiz, die ihre Gruppe B vor Co-Gastgeber Kanada gewonnen hatte, hielten sie zwar ordentlich dagegen, zwingende Abschlüsse blieben aber Mangelware. Die besten Möglichkeiten vor der Pause vergaben Denis Zakaria per Kopf nach einem Freistoß von Ruben Vargas knapp neben das Tor sowie Leverkusens Ibrahim Maza kurz vor dem Halbzeitpfiff aus aussichtsreicher Position zum möglichen Ausgleich.
Petkovic im Fokus, Ndoye macht alles klar
Vor der Partie stand Petkovic naturgemäß im Mittelpunkt. Für ihn sei das Wiedersehen mit der Schweiz natürlich „speziell“, sagte er. Von 2014 bis 2021 hatte der heute 62-Jährige die Nati geprägt wie kaum ein Trainer zuvor. Es seien „sieben Jahre lang viel Freude und Vergnügen“ gewesen, erklärte Petkovic weiter: „Aber heute bin ich der Trainer von Algerien.“
Nach dem Seitenwechsel kassierte er den nächsten Rückschlag umgehend. Gleich der erste Schweizer Angriff nach Wiederbeginn führte zum 2:0, am Ende landete der Ball bei Ndoye, gegen dessen Abschluss Algeriens Torwart Luca Zidane chancenlos war. Mit dem komfortablen Vorsprung kontrollierte die Schweiz die Begegnung anschließend nach Belieben, während Algerien offensiv kaum noch Entlastung fand.
Nächstes Ziel: Kolumbien oder Ghana
Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können. Fabian Rieder vom FC Augsburg verfehlte in der 80. Minute das leere Tor. Im Achtelfinale wartet nun am Dienstag um 22.00 Uhr MESZ in Vancouver entweder Kolumbien oder Ghana. Gelingt auch dort der Erfolg, wäre das große Ziel bereits erreicht, denn bei einer WM stand die Schweiz nur 1934 und 1938 im Viertelfinale.
Damals reichte jeweils ein einziger Sieg, weil beide Turniere direkt mit dem Achtelfinale begannen und es weder Vorrunde noch Sechzehntelfinale gab.
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