CR7 trifft: Ronaldo triumphiert im Showdown der Altstars

Cristiano Ronaldo hat Portugal im Achtelfinale des Showdowns der Altstars gegen Kroatien zum 2:1-Sieg geführt und Luka Modric damit wohl in die WM-Rente geschickt. Der 41 Jahre alte Ausnahmestürmer traf per Foulelfmeter und hielt bei seiner sechsten Weltmeisterschaft den Traum vom ersten Titel weiter am Leben. Für Modric endete das Turnier mit 40 Jahren ohne die große Krönung, obwohl er 2018 Vize-Weltmeister und 2022 in Katar WM-Dritter geworden war.

ristiano Ronaldo aus Portugal jubelt, nachdem er das erste Tor seiner Mannschaft im Spiel der Runde der letzten 32 der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Portugal und Kroatien
TORONTO, ONTARIO – 2. JULI: Cristiano Ronaldo (#7) aus Portugal jubelt, nachdem er das erste Tor seiner Mannschaft im Spiel der Runde der letzten 32 der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Portugal und Kroatien im Toronto Stadium am 2. Juli 2026 in Toronto, Ontario, erzielt hat. (Foto: Mattia Ozbot/Getty Images)

Ronaldo trifft, Ramos entscheidet spät

Im Sechzehntelfinale von Toronto brachte Ronaldo Portugal in der 68. Minute mit seinem dritten Turniertor und insgesamt elften WM-Treffer auf Kurs. Zuvor hatte der Schiedsrichter nach Videobeweis auf Elfmeter entschieden, weil Nikola Vlasic Renato Veiga im Strafraum festgehalten hatte. Der Portugiese verwandelte sicher und ließ sein markantes „SIU“ durch das BMO Field hallen. In der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Goncalo Ramos dann für die Entscheidung, als er in der 90.+4 Minute eine Flanke von Rafael Leão einköpfte.

Für Kroatien hatte zuvor Ivan Perisic in der 53. Minute getroffen. Josko Gvardiol traf in der 90.+13 Minute zwar noch einmal, doch der Treffer wurde nach Videobeweis wegen Abseits aberkannt. Portugals Gegner im Achtelfinale ist am kommenden Montag um 21.00 Uhr MESZ Europameister Spanien in Dallas.

Emotionen rund um Diogo Jota

Das K.-o.-Spiel fiel ausgerechnet auf den ersten Todestag von Diogo Jota. Der frühere portugiesische Nationalspieler war fast auf die Minute genau ein Jahr zuvor bei einem Verkehrsunfall gestorben. Portugals Mannschaft hatte ihre WM-Mission bereits Jota gewidmet, und Nationaltrainer Roberto Martínez erklärte, das Team wolle die Weltmeisterschaft für den ehemaligen Mitspieler gewinnen.

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Ronaldo wurde beim Einlaufen zum Warmmachen mit einer Mischung aus Jubel und Pfiffen empfangen. Danach übernahm Portugal zunächst die Kontrolle. Bruno Fernandes scheiterte in der 4. Minute mit der ersten Großchance an Dominik Livakovic, auch der Nachschuss wurde geblockt. Renato Veiga köpfte eine Ecke von Nuno Mendes in der 16. Minute völlig frei über das Tor. Ronaldo selbst kam in dieser Phase aus dem Spiel heraus zu keiner echten Abschlussmöglichkeit, während Fernandes immer wieder der gefährlichste Mann im portugiesischen Angriff war. Einen Flachschuss des Spielmachers parierte Livakovic in der 33. Minute am kurzen Pfosten nur mit Mühe.

Kroatiens Antwort und der offene Schlagabtausch

Nach der Pause trat Kroatien deutlich mutiger auf und wurde sofort gefährlich. Diogo Costa lenkte einen Versuch von Mateo Kovacic in der 48. Minute ans Außennetz. Wenig später blieb Portugals Abwehr nach einer Flanke von Josip Stanisic bei Perisic völlig ungeordnet, und der 37 Jahre alte Offensivmann vollstreckte eiskalt. Portugal reagierte entschlossen, Rafael Leão traf in der 58. Minute aus der Distanz nur das Lattenkreuz.

Wenig später jubelte Ronaldo zunächst verfrüht, weil er nach einem vermeintlichen Treffer in der 61. Minute bereits seinen ikonischen Jubel ansetzte. Der Ball war jedoch nicht drin, da der Kapitän im Abseits stand. Erst der Videoeingriff brachte ihn dann doch noch auf die Anzeigetafel. Kroatien blieb aber gefährlich, Kovacic zwang Costa in der 75. Minute mit zwei starken Abschlüssen zu Glanzparaden.

Für Ronaldo und Modric war es zugleich die letzte Weltmeisterschaft, denn 2030 wären sie 45 beziehungsweise 44 Jahre alt. Beide Altmeister hatten sich in ihren elf Duellen, in denen sie bei Real Madrid auch sechs Jahre lang gemeinsam gespielt hatten, bislang immer im Duell gegenübergestanden, ohne dass Modric je gewann.

„Es war eine Wahnsinns-Auseinandersetzung“, sagte Siegtorschütze Ramos: „In den letzten Minuten bin ich da, wenn wir ein Tor brauchen.“ Das Team wachse immer mehr zusammen und werde auch gegen Nachbar Spanien mit Stolz spielen.