Robert Lewandowski hat sich bei seinem letzten Heimspiel für den FC Barcelona mit viel Emotion vom Camp Nou verabschiedet. Beim 3:1 gegen Real Betis stand der 37 Jahre alte Stürmer im Mittelpunkt, ehe auch Hansi Flick seinem früheren Angreifer große Anerkennung zollte.

Tränen, Ovationen und ein letzter Gang durchs Camp Nou
Nach einem der wohl bewegendsten Momente seiner Karriere kehrte Lewandowski noch einmal spätabends auf den Rasen des legendären und leeren Camp Nou zurück. Arm in Arm mit seiner Frau Anna genoss der Pole im Mittelkreis den Augenblick. Zuvor hatte er über das Stadionmikrofon erklärt: „Es war mir eine Ehre, für diesen Verein zu spielen. Heute verabschiede ich mich, aber Barcelona wird immer in meinem Herzen bleiben.“
Schon bei seiner Auswechslung in der 84. Minute beim 3:1 (1:0) am vorletzten Spieltag der La Liga gegen Real Betis gab es minutenlange Ovationen und Sprechchöre. Nach dem Schlusspfiff wurde der 2022 vom FC Bayern gekommene Angreifer von seinen Mitspielern durch die Luft geworfen, lief durch ein Spalier und vergoss dabei die ein oder andere Träne. Später posierte er mit Familie und Freunden auf der Südtribüne, wo zwei Banner hingen, eines auf Katalanisch mit der Botschaft „Robert, amb tu va començar tot“ („Robert, alles begann mit dir“) und eines auf Polnisch mit der Aufschrift „Vziekuje, Lewy“ („Danke, Lewy“).
Flick findet deutliche Worte für den Stürmer
Auch Barcas deutscher Übungsleiter Hansi Flick würdigte Lewandowski ausführlich. „Ich habe viele Jahre mit Robert zusammengearbeitet, er ist ein Freund. Es war ein perfekter, sehr emotionaler Abschied, den wir nie vergessen werden“, sagte der Coach. Lewandowski habe „eine besondere Verbindung zu den Menschen hier. Er ist ein fantastischer Mensch und ein Weltklassespieler, ich kann nur Danke sagen. Natürlich werden wir ihn vermissen, er hat uns Tore und Titel beschert, er ist ein guter Mensch, aber dass Spieler gehen, gehört zum Fußball dazu“, erklärte Flick, der den Mittelstürmer schon bei den Bayern betreut hatte.
Für den spanischen Meister beginnt damit die Suche nach einem passenden Nachfolger. „Robert zu ersetzen, ist nicht einfach. Er war 15 Jahre lang die beste Nummer neun der Welt“, betonte Flick. „Wir brauchen einen Mittelstürmer, der sich ins Team integriert, aber auch Tore schießt. Wir wissen, was wir wollen, und wir sind sicher, dass wir ein fantastisches Team zusammenstellen werden.“